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Montag, 19. Februar 2018, 10:41

Mögliche Modifikationen für den Micro-Solf

Wir beiden Peter haben in der Zwischenzeit viel praktische Erfahrung mit unserem Micro-Solf gesammelt und an einigen Stellen Möglichkeiten gefunden, den sowieso schon hohen Gebrauchswert des Gerätes in einigen Kleinigkeiten weiter zu verbessern. Es bleibt jedem selbst überlassen, ob er diese Verbesserungen einbauen möchte. Auf Wunsch kann Nik sicher Teilesätze zusammenstellen.

DK1HE hat unsere Mods mal zusammengefasst

Modifikationen Micro-Solf

1. Modifikation AGC Schaltung:

Bedingt durch die sehr geringe Auf-bzw.Abbauzeitkonstante der AGC-Spannung im Originalzustand entsteht der Eindruck eines sehr "unruhigen" Empfangs vor allem im SSB-Betrieb.

Abhilfe: Durch den nunmehrigen Einsatz eines Mosfets als AGC-Stellglied (T10) konnte die Abkling-Zeitkonstante der Regelspannung auf etwa 2,5 sec.verlängert werden was zu einem wesentlich ruhigerem Empfangseindruck führt; auch CW-Empfang klingt angenehmer da das "Hochrauschen" in den Tastpausen stark gemindert wird.

Folgende Schaltungsänderungen sind dazu auf Board 2
durchzuführen:

T10:
2N7002 SOT-23 ESD beachten !!

C71: entfällt
C70: 4,7µF
X7R 16V 0805 (bei nur SSB-Betrieb ist 10µF X7R 0805 optimal)
P3: 200K SMD Reichelt 23B-200K

Nach erfolgtem Umbau der Stufe wird mittels P3 eine DC-Spannung von etwa +50mV (+0,05V) an MP1 eingestellt (ohne Empfangssignal !!), das entspricht einem schmalen Balken auf der S-Meter Bargraph-Anzeige.

Da sich der AGC-Verlauf nach der Modifikation etwas geändert hat muss die S-Meter-Darstellung auf dem Display durch ein Software Update noch angepasst werden.

2. Modifikation PA-Ausgangstrafo:
Um beim Portabelbetrieb mit einer in der Regel reduzierter Betriebsspannung (z.B. Bleigelakku 12,5V) noch die 10 Watt-Outputmarke erreichen zu können mußte das Übersetzungsverhältnis des PA-Ausgangsübertragers Tr2 sich dem dabei ergebenden niedrigeren dynamischen Ausgangswiderstand der PA-Mosfets angepasst werden.Tr2 wird wie folgt neu bewickelt:

Primärwicklungen: 2x2 Wdng 0,5mm CuL (unverändert)
Sekundärwicklung: 7 Wdng 0,5mm CuL (neu)

da sich die Streuinduktivitäten nunmehr geändert haben musste die Frequenzkompensation des Trafos nachjustiert werden.

Parallel zum vorhandenen 150pF-Glimmerkondensator C34 wird ein zusätzlicher 100pF-Glimmerkondensator C34a geschaltet (Cges= 250pF)

3. Modifikation DDS-Baugruppe:

Für die optimale Mischverstärkung der S/E-Mischer IC1, IC2 wird eine minimale LO-Spannung von 200mVss benötigt.In der Praxis zeigte sich, dass vor allem beim Betrieb im 10m-Band dieser Pegel unterschritten wurde mit Folge einer reduzierten Sendeleistung.

Abhilfe:
Durch Verkleinern des Widerstandswertes von R13 (Board 2) liefert die Ausgangs-Stromquelle aus Pin 19 des DDS-Schaltkreises IC3 einen höheren Signalstrom mit Folge einer größeren LO-Ausgangsspannung.

Folgende Schaltungsänderung ist dazu auf Board 2 durchzuführen:
R13: 5,6K 0805

4. Modifikation Einstellung der Sendeleistung:
Der Einstellbereich der TX-Ausgangsleistung mit dem Poti P2 (Digitalplatine Board 3) zwischen Null und dem Maximalwert erstreckt sich im Originalzustand etwa über ein Drittel des Poti-Drehbereichs was eine gewisse Erschwernis bei der Leistungseinstellung darstellt.

Abhilfe:
Durch Verkleinern des Poti-Parallelwiderstandes R21 wird der Einstellbereich über den gesamten Drehwinkel gespreizt.

Folgende Schaltungsänderung ist dazu auf Board 3
durchzuführen:


R21: 1,2K 0805 (Anhaltswert Prototyp)

Bemerkung: Der
DG-Mosfet (TX-Vorverstärker T17) auf Board 1 hat gewisse Steilheits-Toleranzen so daß es sich empfielt den passenden Wert von R21 mittels provisorisch angelötetem Trimmpoti zu ermitteln, auszumessen und danach einzubauen.

5. Modifikation CW-Tondecoder:
Die NF-Vorverstärkung vor dem 650Hz Tondecoder (IC12) ist im Originalzustand etwas zu hoch; es erfolgt eine leichte Übersteuerung dessen Eingangs mit Folge einer zu großen Auswertebandbreite; außerdem flackert die 650Hz-LED im Rythmus der Rauschspitzen ohne Empfangssignal.

Abhilfe:
Durch Vergrößern des Wertes von R52 wird die Verstärkung von IC11 und somit die F-Vorverstärkung reduziert und damit eine Übersteuerung von IC12 vermieden.

Folgende Schaltungsänderung ist dazu auf Board 2 durchzuführen:

R52: 10K 0805

16.02.2018 Peter Solf DK1HE
73/2 de Peter, DL2FI
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2

Montag, 19. Februar 2018, 11:41

Hallo Peter und Peter,

vielen Dank für die Erarbeitung all der Verbesserungsmöglichkeiten, deren Test und die Zusammenstellung.
Da ist einiges dabei, was ich gerne in meinem Micro-Solf umsetzten möchte und werde, sobald ich dafür Zeit habe.

Alles gute!
72/3 de Frank, DG4FCO

3

Montag, 19. Februar 2018, 16:54

Hallo Peter,

ein Angebot für Teilelsätze für Mod 1 ... 100 fände ich gut. Dann könnte ich die Teile bei Nik bestellen für die Mods, die mich interessieren.

73 de Klaus DM4TJ

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4

Montag, 19. Februar 2018, 17:07

Hm, ich glaube nicht, dass sich das Abbilden lässt. Das sind ja pro Modifikation nur Cent-Beträge.
Ich glaube ja eher daran, das eher nen "Package" möglich wäre.
Dann wird das wenigstens ein Handhabbarer Betrag (wenn überhaupt).

72/§ de Frank, DG4FCO

5

Montag, 19. Februar 2018, 17:13

Hallo Frank,

Du kennst Dich aus - überlassen wir doch die Entscheidung denen, die die Arbeit machen - obwohl die sicher dankbar sind für gut gemeinte Ratschläge !

73 de Klaus DM4TJ

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6

Montag, 19. Februar 2018, 22:26

Folgende Schaltungsänderung ist dazu auf Board 3
durchzuführen:


R21: 1,2K 0805 (Anhaltswert Prototyp)
Ist das nicht ein Fehler? Ich glaube, hier ist R21 auf Board 1 gemeint und nicht der R21 auf Board 3.
Evtl. wäre es sinnvoll, zur Kontrolle den alten Wert des zu tauschenden Teils mit aufzuführen.
vy 73 Chris

7

Montag, 19. Februar 2018, 23:24

Modifikationen Micro-Solf

hallo Chris,
nein,das ist korrekt mit R21 auf Board 3
Die Verstärkung des Sendesignals wird über die G2-Spannung des DG-Mosfets T17 eingestellt; R21 auf Board 1 hat keinen Einfluß auf diese und dient nur als Ableitwiderstand im Empfangsfall um die Schaltdiode D3 sicher zu sperren.

vy 73, Peter DK1HE

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8

Dienstag, 20. Februar 2018, 00:24

Ja, natürlich, stimmt - Danke nochmal für den Hinweis. Man sollte eben doch nicht so spät noch versuchen, am Gerät was zu machen :-)