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Mittwoch, 23. März 2016, 19:32

Auf Deutsch: Wer Wert auf Zuverlässigkeit legt, sollte nicht auf bleifrei umstellen
:thumbup:
73 de Michael, DF2OK Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gern hätten. Webseite qrz.com YouTube Twitter
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62

Mittwoch, 23. März 2016, 19:36

Hallo Günter,

in dem .pdf wird in aller Ausführlichkeit der Unfug von RoHS in Bezug auf Blei in Lötstellen und Halbleiterbauteilen beleuchtet. Von den Mengen an Blei in Relation zu nicht recycelten Autoakkus bis zur Umweltbelastung des als Ersatzstoff unter anderem herrangenommen Silbers. Das soll Thinwiskers verhindern. Die entstehen dann an den Reinzinnoberflächen von Bauteilen. Die nicht erhöhte Bleibelastung im Blut von Arbeitern an Lötstationen ist auch Thema u.v.a.m. >>> Lesenswert.

Wer freiwillig Bleifrei lötet weiß vielleicht was er tut, vergibt aber die bessere Alternative. Ein Satelit ist erwiesernermaßen an Thinwiskers gestorben, und die Präsidentenmaschine Airforce one ist bleihaltig gelötet.

Mit bleihaltigem Lot sind wir einer Meinung. Diese eutektische Legierung hat noch den Vorteil schnell und mit sehr kleinen Kristallen zu erstarren, das ergibt sehr homogene Lötstellen.

73 de uwe df7bl
Uwe df7bl

Wenn Du meinst etwas geht nicht, dann störe nicht die, die es gerade machen.

63

Mittwoch, 23. März 2016, 21:04

Moin,
Ich weiß nicht, woher diese seltsame Überlieferung stammt, dass die Bauelemente nicht mehr für blehaltiges Lot geeignet seien? Nach wie vor gibt bleihaltiges Lot die besseren Lötstellen. Und für Bastler und Amateure gibt es keinen überzeugenden Grund, auf bleifreies Lot umzusteigen. Es gibt aber viele Gründe, die dagegen sprechen.
Man soll nicht mischen, wegen der unterschiedlichen Materialeigenschaften. Also bei Reparaturen von bleifrei gelöteten Geräten nicht mit verbleitem Lötzinn arbeiten oder aber die Lötstellen komplett reinigen, nicht einfach nur nachlöten. Durch die unterschiedlichen Schmelzpunkte sollen sich feine Risse beim Auskühlen bilden.

Ich verstehe allerdings die ganze Aufregung nicht. Mit richtigem Werkzeug ist eine bleifreie Lötung überhaupt kein Problem. Eine gute Station (von JBC z.B.) und gutes Lötzinn, wie z.B. dem Felder ISO Core https://buerklin.com/default.asp?search=…705&suggestion= , ist dabei eine Voraussetzung. Natürlich kostet da eine 500g Rolle auch mal eben 30€. Wir arbeiten seit vielen Jahren damit in der Landwirtschaft, wo die Elektronik einer mit Ammoniak und Methan durchsetzen Luft ausgesetzt ist und haben damit überhaupt keine Probleme. Weder beim Löten noch mit Ausfallerscheinungen.

73, Tom
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64

Donnerstag, 24. März 2016, 19:20

Wer freiwillig Bleifrei lötet weiß vielleicht was er tut, vergibt aber die bessere Alternative

Genau das lese ich aus dem Papier heraus.

Denn die Executive Summary, die Zusammenfassung des 5 Jahre alten NASA Papiers sagt zum Schluss:
- Es gibt noch keine verlässlichen Untersuchungen die belastbare Aussagen ermöglichen
- Was Genaues weiß man noch nicht
- Erst mal Finger weg von Bleifrei, wenn es um Zuverlässigkeit geht.

Warum also um Himmels Willen soll ein Bastler auf RoHS umstellen wenn er es nicht zwingend muss?

Ich halte es so wie die Medizintechnik, die Luftfahrt und das MIlitär und benutze weiterhin mein günstiges, gut fließendes, gut benetzendes verbleites Lot.

frohe Ostern
Günter

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DL4ZAO« (24. März 2016, 20:22)


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65

Dienstag, 5. Dezember 2017, 12:58

Hallo,

nach jahrelanger Nutzung einer ERSA RDS80 bin ich nun auf eine JBC CD-2BE umgestiegen 8o krassssss - ich will nie wieder nix anderes :D
Auch wenn das Ding teuer ist - es lohn sich - mit so einer feinen Lötspitze auf fetten Massefläche - kein Problem - es wird so viel Wärme nachgeliefert - unglaublich.

Klare empfehlung der Lötredaktion :thumbsup:

73, Frank
DL3AD

66

Dienstag, 5. Dezember 2017, 14:29

Moin,
nach jahrelanger Nutzung einer ERSA RDS80 bin ich nun auf eine JBC CD-2BE umgestiegen 8o krassssss - ich will nie wieder nix anderes :D
Auch wenn das Ding teuer ist - es lohn sich - mit so einer feinen Lötspitze auf fetten Massefläche - kein Problem - es wird so viel Wärme nachgeliefert - unglaublich.

Klare empfehlung der Lötredaktion :thumbsup:
Willkommen im Club! :thumbup: Da bin ich ja nicht mehr alleine, der immer sagt, ich will nix anderes mehr.

Wer die Moeglichkeit hat, gewerblich solch eine Station zu ordern, es gibt die Weidinger Edition ohne LC Display. Das Display ist ja nicht unbedingt noetig. Die Station ist dann erheblich guenstiger, aber genauso gut. https://www.weidinger.eu/shop/loettechni…ct_line/wl26830 (Achtung! Nettopreis!).

Spitzen, Kolben usw. ist alles identisch. Ein paar andere komfortable Dinge fehlen halt.

73, Tom
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67

Dienstag, 5. Dezember 2017, 14:42

Hallo Frank und Tom,

ich oute mich auch mal. Mir liegen Erfahrungen mit Weller und Ersa Lötstationen vor. Ich habe eine JBC aus der Premium Linie und kann die positiven Eigenschaften nur bestätigen. Wenn man kurz vor dem Kauf einer Lötstation steht, sollte man unbedingt einen Blick auf die Produkte von JBC werfen.
vy 73 de Dirk, DH4YM

68

Dienstag, 5. Dezember 2017, 16:00

für open-source Selbstbau-Freunde bietet sich https://hannio.org/produkt/maiskolben/ an... ich betreibe 2 von denen und bin zufrieden.

69

Dienstag, 5. Dezember 2017, 16:54

Wer einmal einen JBC-Lötkolben in Gebrauch hatte wird niemals wieder einen anderen Lötkolben verwenden wollen. :-)