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Samstag, 11. November 2017, 20:21

QRP... mit "Transistoren der ersten Stunden"

Hallo, QRP- Freunde,

Hier habe ich mich bereits vorgestellt.

Ich restauriere nicht nur historische Rundfunktechnik, sondern auch alte Fachliteratur, um das alte Wissen zu erhalten.
Daraus ergab sich dann inzwischen ein Projekt, welches hier Interesse finden könnte.

Es gab eine Zeit, da war mit Transistoren wirklich nur QRP machbar... weil die Dinger noch einzeln aus dem Fels gehauen werden mußten, jeder Transi handgemeißelt, teuer und wertvoll, und weil die Kriställchen kaum was hergaben, die wenigen Milliwatts "zogen keinen Hering vom Teller".

Dennoch gab es Funkamateure, die... die "Transis der ersten Stunde" auf ihre Oszillatoren piekten, HF- Spannungsteiler und Arbeitspunkte wochenlang optimierten, und für ihre nicht so recht stabil schwingenden Lieblinge kleine Klimaanlagen bauten, damit sie sich wohl fühlten.

...Vielleicht hat der eine oder andere Lust, so eine "echte"- QRP- Schaltung zu bauen, an den benötigten Teilen besteht eigentlich kein Mangel.
Ich würde mich freuen, Rückmeldungen zu bekommen.
Ggf. kann ich helfen- ich bin kein lizensierter Funkamateur, aber erfahrener Praktiker.


Historische QRP- Sender für KW und UKW, Betriebsarten AM oder FM, mit Germaniumtransistoren

Historische QRP- Sender- Ein AM- QRP- Sender für 1,3 MHz

Falls jemand nicht das Meßequipment hat... hier kann geholfen werden:

Dipmeter- Generator mit Germaniumtransistoren

Klirrarmer NF- Generator 25 Hz bis 100 KHz mit Germanium- Transistoren


Viel Spaß beim Lesen und Löten !
Edi
http://edi.bplaced.net/

3

Sonntag, 12. November 2017, 10:27

Und ich bin schon am Bau.

Übrigens beschreibe ich das Projekt auf meinen Seiten, weil das Bedingung für die Veröffentlichung der originalen Unterlagen ist- für eine Veröffentlichung auf fremden Webseiten habe ich diese Genehmigung natürlich nicht.

Edi

  • »DL3PB« ist männlich

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Hobbys: ausschließlich QRP(p)/Selbstbau - minimalistische Radios & milliwatting

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4

Sonntag, 12. November 2017, 10:43

Und ich bin schon am Bau.
Edi


Hallo Edi,

ich denke, so macht das Sinn - wenn das Teil spielt und die Randbedingungen ( Frequenz, Leistung, Modulation ) klar sind, findet sich hier, oder in Deinem persönlichen Umfeld sicher jemand, der es in die Luft bringt.

Meine Versuche mit einem Spitzentransistor sind seinerzeit daran gescheitert, dass dem bei ca. 5Mhz unwiderruflich die Luft ausging und ich keine ausreichend effektive Antenne für das 80m-Band zur Verfügung hatte.

Viel Erfolg

Peter/DL3PB

5

Sonntag, 12. November 2017, 10:53

"In die Luft bringen" ist eigentlich nicht das Ziel, aber natürlich problemlos möglich- bei Interesse hier kann man aber was versuchen- zusammen was machen, kann ja auch Spaß machen.

Bei der geringen Leistung und normalem AM ist für das AM- Senderchen natürlich nur eine extrem geringe Reichweite zu erwarten sein.
Zumal das damals in Teltow gebaute Gerät ja laut Schaltbild eine Stabantenne gehabt haben soll.
Modulation in AM ist klar, Frequenz ist klar- 1,3 MHz ist gut, ich habe für die Versorgung meiner Uralt- Radios genau diese Frequenz vorgesehen, einen kleinen Modulator habe ich schon lange dafür, ein mit analogen ICs bestückter Eigenbau.

Das FM- Senderchen mit seinem Mini- Dipol (ist ja abgebildet) wird wohl auch kaum Reichweite erzielt haben, wenn das Ding nicht von den Entwicklern auf einem Berg plaziert wurde...

Ein originaler Transistor mit einer Grenzfrequenz von 10 MHz ist unterwegs- ich habe aber diverse Typen Germaniumtransistoren, die sich sicher besser eignen, als die Steinzeitkameraden.
Aber... mit denen spielen ist doch viel schöner, oder ?
:-)

  • »DL3PB« ist männlich

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6

Sonntag, 12. November 2017, 11:44

"In die Luft bringen" ist eigentlich nicht das Ziel, aber natürlich problemlos möglich.


Ok, offenbar steht für Dich der historisch korrekte Nachbau von Geräten aus der Frühzeit des Radios im Vordergrund. Das ist schon in der Kombination aus Selbstbau, geringer Sender-Leistungen im Milli- bzw. Micro-Watt Bereich zusammen mit dem historischen Anspruch ziemlich speziell.
Das die erwähnten Projekte schwerpunktmäßig aus der ehemaligen DDR stammen und teilweise in den BC-Bändern laufen, schränkt den Kreis der Interessenten weiter ein.

Eventuell findest Du hier eher Mitstreiter, das Forum ist in Englisch, hat aber eine deutschsprachige Sektion.

73

Peter/DL3PB

7

Sonntag, 12. November 2017, 12:06

Bin ich hier also falsch ?
Ich denke, eigentlich nicht.


Die Veröffentlichungen stammen aus einer DDR- Elektronikzeitschrift, ja- aber: wenigstens 1 Schaltung beschreibt ja eine Nicht- DDR- Schaltung.
Spitzentransis gab es zu der Zeit auf der ganzen Welt.

Ich habe keinen besonderen Anspruch, weder Originalität, noch sonstwas. Ich habe die DDR- Zeitzschriften, viele alte Neuteile, und teilweise genau die beschriebenen Bauelemente- darum nehm' ich natürlich genau das Zeug. Wenn z. B. der uralte DDR- Transi nicht kann oder will- ich habe auch alte Russen, Japaner und westdeutsche Transis.
Wetten, daß die sozialistische Schaltung mit einem kapitalistischen Telefunken- Spitzentransi auch geht ?
:-)

Die Frequenzen sind auch nicht in Stein gemeißelt- das sind ja Angaben der Original- Veröffentlichung von 1954. Der AM- QRP- TX ist betimmt auch auf 160 oder 80 m anzuwerfen.

Ist alles just for fun- und etwas Neugier- wie hat sowas funktioniert, wie klang die Übertragung, und... ich führe Uralt- Radios und Teile einer Verwendung zu- statt museumsmäßig nicht funktionierenden Schrott auszustellen.

Ich dachte, daß ja gerade diese Schaltungen, die ja nun darum minimalistisch daher kamen, weil es noch nichts Besseres gab, interessant sein könnten.
Da sind ja sogar Angaben zu: DIe amerikanische Schaltung- 1 Spitzentransi, Quarz 16 MHz, hochgeleiert auf 80 oder 144 MHz, und dann 38 Km mit 50 Mikrowatt !
"QRPiger" geht's doch nicht mehr oder ?


Edi

  • »DL3PB« ist männlich

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8

Sonntag, 12. November 2017, 14:07

Ich dachte, daß ja gerade diese Schaltungen, die ja nun darum minimalistisch daher kamen, weil es noch nichts Besseres gab, interessant sein könnten.
Da sind ja sogar Angaben zu: DIe amerikanische Schaltung- 1 Spitzentransi, Quarz 16 MHz, hochgeleiert auf 80 oder 144 MHz, und dann 38 Km mit 50 Mikrowatt !
"QRPiger" geht's doch nicht mehr oder ?


Hallo Edi,

für die bislang bescheidene Resonanz hier im Forum kann ich nichts. Vielleicht hilft folgendes :

> sich auf ein Projekt zu fokussieren z.B. die oben genannte amerikanische Schaltung, nicht weil sie amerikanisch ist, sondern weil sie m.E. noch am nächsten dran ist am heutigen Amateurfunk, AM ist ein bisschen aus der Mode und nicht sehr effizient bei kleinsten Leistungen

> die Verfügbarkeit von Schlüsselkomponenten klären, Spitzentransistoren gibt's ja nicht beim Krämer um die Ecke

> es gibt hier im Forum ein Unterforum für QRPp und Milliwatting, damit erreichst Du noch am ehesten die an solch minimalistischen Schaltungen Interessierten

"QRPiger" ist schön!

Peter/DL3PB

9

Sonntag, 12. November 2017, 14:42

Hallo, DL3PB,

Es sind alte Schaltungen mit den damaligen Teilen, den Spitzentransis, die sehr schnell überholt waren- jedoch ist die nächste Generation Transistoren gar nicht weit entfernt, und tut es genauso.

Es tut der Schaltung und der Sache an sich keinen Abbruch, dierekte Austausch- oder Vergleichstypen zu verwenden.

Bei Ebay bekommt man z. B. den Germaniumtransi 2SA15 von Hitachi, manchmal richtig als Schüttgut... ich habe auch eine große Anzahl dieser alten Japaner, die gab es wohl von 1958 -da wurde ich geboren- bis Ende der 70er Jahre !
Ich habe hier solche Japaner eingesetzt, die Dinger tun's seit 1984.

2SA15 entspricht außer dem Gehäuse dem Transi OC44 von Valvo, und auch diesen bekommt man problemlos. Den gibt es auch von anderen Herstellern, etwa Mullard.

OC44 ist übrigens ein sehr schöner Transi- der hat nämlich ein schwarz lackiertes Glasgehäuse, würde auf einem offenen Versuchsaufbau auch top aussehen !

Ich weiß nicht, ob alle Hersteller das Glasgehäuse bauten.
Wenn man Glück hat, ist darunter schön das Innenleben zu sehen.
Ersetzbar ist dieser wiederum durch den DDR- Transi GF105.

Ja, wenn es im Milliwatting- Forum besser wäre, müßte evtl. die ganze Beitragsfolge dorthin, aber ich denke, hier ist sie ja auch nicht falsch- wurde ja schon fleißig gelesen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SWL_Edi« (12. November 2017, 15:46)


10

Sonntag, 12. November 2017, 19:22

Ich muß in einigen Stunden zur Arbeit, bin auf Montage, kann dann bis zum nächsten Wochende nur abends per mobilem Internet weitermachen, darum erlaube ich mir, hier Schaltung und Chassis des AM- QRP- Senders zu zeigen- die Bilder liegen ja auf meiner Seite- so sollte das keine Probleme betr. der Veröffentlichung geben, ich veröffentliche ja auf meinen Seiten.
Die weiteren Projektschritte werde ich dort veröffentlichen, ggf. können wir auch hier einige Sachen einstellen, wenn es recht ist.

Nur nochmal kurz:
Ich beschreibe hier den Bau von "Sendern", weil die Schaltungen einst dafür konzipiert waren- für mich werden es Nachbauten historischer Generatoren-/ Sender- Versuchsaufbauten zum Anschauen, Messen und Vorführen sein, keine Sender. Wenn ich senden wollte... ich bin Funkmechaniker, und besitze top Equipment, auch Meßsender, usw..

MEINE persönliche Vorgabe ist eine möglichst authentischer Bau der Geräte, d. h. in zeitgemäßem Aussehen der Entwicklungsjahre, also weitgehend mit historischen Teilen, bei aktiven Bauelementen Originalteile oder gelistete Äquivalenz- oder Vergleichstypen, nötigenfalls geeignete Typen ähnlichster Bauart.

Wer Lust hat, so etwas auch zu bauen- das funktioniert mit Nachfolge- Germaniumtransistoren auch, und natürlich auch mit moderneren Drehkos, Spulen, Netzteil, usw. es funktioniert mit anderen Frequenzen, Modulationsarten... ggf. müssen eben Anpassungen vorgenommen werden.
Es waren ohnehin Versuchsschaltungen !

Nur die "Leistung" sollte in etwa gleich bleiben, damit man eben durch
Anpassung anderer Sachen Reichweitenverbesserungen erzielen kann- mehr
Leistung ist ja keine Kunst, aber dann braucht man eben auch kein QRP.

Und eine QRP- Verbindung über eine größere Distanz, auf 160m mit dieser Uralt- Schaltung, oder auch den anderen vorgestellten Schaltungen... warum sollte man den Leuten, die das vor über 60 Jahren erdacht haben, nicht mal die Ehre antun...
Ohne ihre Vorarbeit würde es auch keine Kenwood, Yaesu oder Sommerkamp geben.









Und hier ist ein Grundchassis für den AM- QRP- Sender, inklusive Stromversorgung.
Das Chassis war einmal eine Trennwand eines großen Schaltschranks, die Trennwände entfallen bei der Nebeneinander- Montage mehrerer Schaltschränke.
Ist neu, lackiert, und sehr stabil.

Der Netztrafo wird wahrscheinlich einer aus dem Telefonanlagen- Netzteil werden.
Da der QRP- Sender wenig Strom benötigt, wird eine Selengleichrichter- Brücke ihren Dienst antreten. Daneben ein Stützfuß eines Volksempfänger- Drehkos aus einem Notzeitradio, dieser wird die Elkos tragen.
Der Spulensatz ist noch aus den 30er Jahren, ein Mehrkammer-Körper mit schraubbarem Abgleichkern und außen ein Ferrit- Topf, er muß neu bewickelt werden.

Als NF- Übertrager werde ich Übertrager aus einer ELA- Lautsprecherbox verwenden, das sind Übertragungsanlagen in 100 V- Technik. Die Übertrager haben mehrere Anzapfungen sekundär und primär, da werde ich wahrscheinlich eine brauchbare Anpassung finden- die NF- Quelle wird ein 5 Ohm- Radio- Lautsprecherausgang sein, der geht auf eine geeignete Wicklung der Übertrager- Sekundärseite, die 100V- Primärwicklung geht in den Transistor- Emitterkreis.
Ich gehe davon aus, daß dies ausreicht, der Modulationsgrad sollte ja wegen der beschriebenen Frequenzmodulationseffekte vielleicht nicht zu hoch sein.

Der Transistor kommt mit Fassung auf den verchromten Halter in der Mitte, hier liegt noch ein anderer Germanium- Transi drauf.
Dieser Halter ist nur Optik, um den Hauptakteur hervorzuheben.

Der Platz vorn rechts neben dem Drehko könnte eine Skale tragen, damit wäre das Chassis in ein geschlossenes Gehäuse einbaubar.
Die Teileanordnung kann sich noch ändern.

Ich denke, das Chassis paßt optisch zum Chassis der Versuchsanordnung des FM- QRP- Senders.

11

Montag, 13. November 2017, 10:59

AM ist ein bisschen aus der Mode
Aus der Mode - irgendwie nicht so ganz. Finde ich. Es gibt ja noch vereinzelt Menschen, die sich damit befassen würden. In den USA gibt es herrliche Möglichkeiten. ( http://www.arrl.org/band-plan ) Leider ! gibt bei uns der Bandplan mit seinen über Bandbreite definierten Nutzung für AM keinen Freiraum mehr her. Bestenfalls auf 10m ab 29.000 MHz mit dann auch nur 6kHz. Aber der Frequenzbereich reicht - gerade jetzt bei den schlechten conds - mal nur um die Häuserecke. Damals, nach der Grenzöffung wurde das 160m Band so richtig "breit". Da wäre eine QRG mit 9 KHz Breite nicht schlecht gewesen. Nun denn, ist halt so.
73 de Michael, DF2OK Webseite qrz.com YouTube Twitter Sei wachsam!
~ DARC ~ G-QRP-Club ~ DL-QRP-AG ~ AGCW ~ FISTS ~ QRPARCI ~ SKCC ~

12

Montag, 13. November 2017, 19:23

Moin,

der Bandplan ist kein Gesetz, nur eine Empfehlung. Hier sieht man, wie der DARC mit der Verpflichtung seiner Mitglieder den Bandplan einzuhalten gegen den experiementellen Character des Amateurfunks arbeitet. Man haette auch in R1 bei der IARU entsprechende Regelungen treffen koennen.

Wer in keinem Mitgliedsverband ist, braucht sich auch nicht daran halten, sondern nur an die gesetzlichen Vorgaben. Und da steht nichts von Sendearten und Bandbreiten.

73, Tom
DARC I18 |DL-QRP-AG #1186|G-QRP #14624|FISTS #15933|SKCC #13896|LIDS #88 https://twitter.com/DL7BJ

13

Montag, 13. November 2017, 20:17

Hmmm...wenn man in einem verband ist, braucht man sich auch nicht daran halten, oder ist das dann wie in einer mittelalterlichen zunft?
73 de addi

14

Montag, 13. November 2017, 20:49

Wer in keinem Mitgliedsverband ist, braucht sich auch nicht daran halten, sondern nur an die gesetzlichen Vorgaben. Und da steht nichts von Sendearten und Bandbreiten.


Uups, durchgefallen bei der Lizenzprüfung. :huh:

Die DV-AFuG, Anlage 1 sagt zum Thema Bandbreiten Anderes.

73, Günter

15

Montag, 13. November 2017, 21:10

Ich hoffte eigentlich, keine Diskussion über die Betriebsart loszutreten.
AM ist doch m. W. ab dem 160m- Band in niedriger Bandbreite -2,7 KHz- zulässig, auch wenn diese Bandbreite nicht die Rundfunk- Bandbreite ist, für die diese Schaltungen einst gedacht waren.
FM in Schmalband sollte doch auch gehen.

Technisch ist die Einhaltung der begrenzenden Vorgaben ohne gewaltigen Aufwand machbar- mit heutigen Meßmitteln ganz sicher.

Es ist möglich, mit den allerersten Fahrzeugen zu fahren, die noch mit Dampf fuhren, oder den Kraftstoff gasförmig ansaugten, auch wenn man mit der daraus resultierenden geringen Leistung "keinen Hering vom Teller zieht"... und man dafür heute extrem leichtflüchtige Kraftstoffe beschaffen muß, darf ein solches Fahrzeug ansonsten -entsprechend den Gesetzen mit Oldtimer- Nummer und nicht im Alltag, aber zu Veranstaltungen- auch auf eigenen Achsen auf die Straße.

16

Montag, 13. November 2017, 21:58

AM ist oberes & unteres Seitenband (& Traeger). Jedes Seitenband ist die NF, fuer Phonie regelmaessig 0,3-3,4kHz, wenigstens aber 0,3-2,1kHz. Unterhalb 4,2kHz, regelmaessig aber ueber 6kHz Bandbreite wird's also nix mit gut verstaendlicher AM-Sprachuebertragung und das ist, like it or not, im AFu auf KW erst oberhalb 29 MHz erlaubt.

72, Tom 4 . .-

PS: Edi, Deinen historischen thread finde ich ungeachtet dessen erfrischend & interessant, mach also bitte weiter mit Deinen Experimenten & berichte, immer gern auch mit Bildern!
Das schöne an einheitlichen Standards ist, daß man so viele verschiedene zur Auswahl hat.

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Dienstag, 14. November 2017, 18:38

Ja, wenn solche Themen gewünscht sind... soll kein Problem sein.

Hier was Passendes, ist sehr viel, könnte ich ggf. aber auch hierher kopieren.

Antennen ohne Ende... Funkamateure haben ja eine große Auswahl an Namen.... aber die Normalradiohörer hatten sowas auch !
Die Namen sind lange vergessen- bis heute, wer kennt noch "Ritter- Antennen" und "Anker- Antennen" ?
Die Anwendungen gibt es auch nicht mehr wirklich- die meisten Radiohörer und Funkamateure benötigen heute wohl keine Antennen für Luftschiffe und Torpedos, und 6-fach- T- Antennen für's Auto und Trittbrettantennen sind sicher auch aus der Mode gekommen.

Aber wer sowas hat, oder eine Antennen- Idee für sein Shack sucht, vielleicht auch etwas mehr Platz für eine Drahtantenne übrig hat, wird sicher fündig.
Funktionieren tut das aöles auch- einige dieser Antennen sind bei mir in Betrieb.

Vergessenes Wissen: Antennen- Ideen

EIne der kuriosen Antennen wurde tatsächlich gebaut.
Es ist die 6- fach- T- Autoantenne des Radiopioniers und Amateurs Alfred Grebe, Sender "WGMU", Station "WAHG" (Landeskenner + Grebes Initialen) und "WBOQ" (Landeskenner + borough of Queens).
Wer ein geeignetes Auto hat- diese Antenne ist eine Empfehlung... der Antennensimulator weist sie als recht gute Rundstrahl aus.
Die 6- fach- T- Autoantenne

Viel Spaß !

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SWL_Edi« (15. November 2017, 04:47)


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Samstag, 18. November 2017, 12:36

Es wurde Interesse an weiteren Berichten und Bildern angemeldet, ich hoffe, ist ok, wenn ich hier weiter zu dem Thema einstelle.



Bohren der Befestigungslöcher


Bestückung


So KÖNNTE vielleicht der Versuchsaufbau von 1954 ausgesehen haben.
Hier ist nur noch die Stromversorgung mit hinzugebaut, und in der Originalschaltung war es ein Festkondensator anstelle des Drehkondensators.

Links Drehko, dahinter Spulenplatte. Der Drehko wird isoliert montiert, ich hoffe, das kalte Ende am Stator reicht, so daß keine Handempfindlichkeit der Frequenz auftritt.
Dann vorn Transistor- hier habe ich noch einen ähnlichen dicken Germaniumtyp der 60er Jahre aus Japan auf den Halter hgesetzt, da kommt dann aber die Fassung mit dem Originaltransi drauf.
Das schwarze Blech ist für die Elkos, muß ich noch Bohrungen reinmachen.
Neben den Elkos eine Netzdrossel- die war in den alten Telefonanlagen. Netzteil mit drin, kann hier mit Verwendung finden.
Hinter dem Transi der Modulationstrafo aus einer ELA- Box, 4 und 8 Ohm sekundär zu 1,5 W, 3W und 6 W Primär... ich werde den Trafo andersherum betreiben, die hochohmige Seite in den Emitterzweig, die Lautsprecherseite an den Lautsprecher- Ausgang eines Radios oder NF- Verstärkers.

Später kommt vielleicht eine NF- Vorverstärker- Lötösen- Platte hinzu, auf den Platz rechts vorn, eine solche Platte ich auf den Vor- Bildern zu sehen.
Da habe ich dann aber historische Germaniumtransistoren späterer Jahre vorgesehen, die Transis der ersten Generation sind ja nun extrem selten, und ich besitze nur einen.

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Gestern, 11:23

Zwischendurch: Ich hatte eine Uralt- Transi- QRP- Schaltung vergessen, und... es ist eine Schaltung, die ein -damals westdeutscher- Amateur gebaut und genutzt hat, auch mit einem Spitzentransistor.
Für KW, aber Schmalband- FM.

Hier erstmal die Schaltung.



Hier beschrieben.

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Gestern, 17:11


Das Chassis ist bestückt !!!!
Mit vorläufigem Ersatztyp OC169 von Valvo, auch ein uralter Germaniumtransi, den es seit 1958 gab. Müßte Flächen/ Diffusionstransi sein, also auch zweite Generation. Auch ziemlich groß.
Die Lampe rechts ist nur Anzeige, daß Saft da ist, später Skalenbeleuchtung.

Und... funktioniert auf Anhieb !!!
:-)


Hatte eine Brummodulation drauf, aber ist nun auch weg... die Primär 8 /4 Ohm kurzgeschlossen, dann brummt nichts mehr.
Die Sekundär ist ja etwa 100 - 200 Ohm, und das reicht schon, um Brumm einzumodulieren.
Ich bin jetzt auch auf die niedrigste Sekundärwicklung gegangen, braucht ja für die Emittermod ja ohnehin nur extrem wenig Power. funktioniert erst mal.

Durchaus erstaunlich, daß es mit dem Flächen/ Diffusionstransistor auch geht.
Und... funktioniert über den gesamten Drehko- Bereich.

Nun muß ich noch den Original- Spitzentransi mit Fassung bekommen, einsetzen, und sauber endverdrahten, mache ich am nächsten Wochenende.