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  • »DH1AKF« ist männlich
  • »DH1AKF« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 388

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1

Sonntag, 12. November 2017, 23:13

Unsymmetrischer ATU an Hühnerleiter

Hallo Om's,
nachdem mir ein Funkfreund leihweise einen Automatik- Tuner SG-230 überlassen hat, versuche ich diesen an meinem vorhandenen 2 * 40m Winkeldipol zum Einsatz zu bringen.

Ich habe folgende Anordnung: Dipol - 12m Wireman (400 Ohm) - Gleichtaktdrossel nach W. Wippermann (1) - Tuner SG-230 - TRX (IC706).

(1) "Balun für unbekannte Impedanz, 200W", bestehend aus Ringkern 4 cm Durchmesser mit 2 parallel gewickelten Teflondrähten.

Die Stromzuführung zum Tuner ist verdrosselt.

Der erste Abstimmversuch auf 3,6 MHz, wo die Antenne 10 Ohm reell und X = -100 Ohm liefert, war erfolgreich: SWR = 1.4 (CW, mit 3W abgestimmt)
Nun meine Frage: Betreibt jemand eine ähnliche Anordung mit einem unsymmetrischen Automatiktuner? Erfahrungen?
Ich habe Bedenken, dass der Tuner bei einzelnen Frequenzen, wo hohe Wirk- und Blindwiderstände auftreten, überfordert ist.
Beispiel: auf 10,1 MHz R = 260 Ohm, X = -965 Ohm

Über Antworten würde ich mich freuen.
73, Wolfgang

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2

Montag, 13. November 2017, 08:21

Moin Wolfgang,

ich betreibe seit Jahren einen Dipol 2 X 33m in 12m Höhe. Gespeist mit Eigenbau-Hühnerleiter 12m lang. Am Fusspunkt ein SG-239 und ein Hybridbalun nach DJ1ZB. Die 12V Leitung ist verdrosselt..

Ich habe nach dem Aufbau mal die Symmetrie getestet. Das war OK, da die Antenne völlig frei und symmetrisch aufgebaut ist.

Das funktioniert auf allen Bändern gut. Wird aber in der Regel auf 20,15 und 10m nicht genutzt, da noch ein Beam vorhanden ist. Mir ist klar, dass so eine Antenne für die hochfrequenten Bänder nicht so optimal ist, da das Diagramm sicher sehr stark verzipfelt ist.

Für mich ein Kompromiss um noch 160m mit brauchbarem Wirkungsgrad nutzen zu können und einen möglichst großen Abstand zur Bebauung einhalten zu können..

73 Herbert, DF7DJ

3

Montag, 13. November 2017, 08:53

Guten Morgen,

ich betreibe seit einigen Jahren einen Dipol 2 x 6,5m nach Hille als up + outer und diverse doublets unterschiedlicher Länge ( von 2x15m - 2x22m) mit LFL (leichter Feldleitung) als Hühnerleiter und einem 1:4 Balun vor dem unsymm. ATU des K2. Dieser hat die Anpassung zu gutem SWR immer hin bekommen und ich konnte mit 5 W viele schöne QSO,s machen. Dieses Ergebnis war mir allein wichtig.

72/ 73 de Klaus DM4TJ

4

Montag, 13. November 2017, 09:04

Ich habe folgende Anordnung: Dipol - 12m Wireman (400 Ohm) - Gleichtaktdrossel nach W. Wippermann (1) - Tuner SG-230 - TRX (IC706).

(1) "Balun für unbekannte Impedanz, 200W", bestehend aus Ringkern 4 cm Durchmesser mit 2 parallel gewickelten Teflondrähten.

Die Stromzuführung zum Tuner ist verdrosselt.

Ich habe Bedenken, dass der Tuner bei einzelnen Frequenzen, wo hohe Wirk- und Blindwiderstände auftreten, überfordert ist.


Wenn man den Tuner HF-mäßig schwimmend gegenüber Erde betreibt "sieht" er, so lange der Balun ausreichend isoliert, keinen Unterschied zwischen einer erdsymmetrischen oder einer erdunsymmetrischen Last (Antenne).

Die Frage richtet sich m.E. dann doch eher ganz allgemein um den Matching-Range des SG-230 und erst in zweiter Linie um symmetrsiche oder unsymmetrische komplexe Last.

Günter

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DL4ZAO« (13. November 2017, 09:37)


5

Montag, 13. November 2017, 22:33

Hallo Wolfgang,

soll es ein Monoband-Dipol sein? Hier kann man die Länge der Hühnerleiter so wählen, sie nach relativ niedrigen Impedanzen transformiert. Dann sperrt die Mantelwellensperre (Strombalun) mit ihrem Gleichtaktwiderstand gut.
Liegt aber am unteren Ende der Hühnleiter eine große Impedanz vor, so dämpft die Mantelwellensperre den Gleichtaktstrom weniger.
Impedanz am unteren Ende der Hühnleiter und der induktive Widerstand der Mantelwellensperre bilden einen Spannungsteiler. Daraus resultiert die Gleichtaktunterdrückung.

Bei einem Multiband-Dipol mit seinen weit schwankenden Impedanzen empfehle ich folgende Anordnung:

Antenne - Hühnerleiter - Tuner (isoliert aufgestellt, der ist mit dem Gehäuse "heiß" = halbe Spannung) - Mantelwellensperre

Nach dem Tuner beträgt die Impedanz 50Ohm reell und zu diesem kleinen Widerstand wird die Mantellwellensperre mit ihrem großen Widerstand einen Spannungsteiler mit hohem Verhältnis bilden.

Natürlich ist die Stromversorgung des Tuner für HF zu blocken. Die Steuerleitung kann man über Optokoppler noch besser isolieren.

73
Hans-Jürgen DL3HJG

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6

Dienstag, 14. November 2017, 10:18

Danke für die Beiträge,
nun habe ich den Tuner noch mit einer W1JR- Drossel (10 Windungen auf Ringkern mit µ=1,3 µH/w²) vom Transceiver entkoppelt.
Meine Anordnung ist nun folgendermaßen:

Dipol 2*40m -- Hühnerleiter 450 Ohm 12m -- Strombalun (DG0SA) -- unsymm. Tuner SG-230 --
Strombalun (W1JR) --------- TRX
|
| -- Strombalun -- 12V

Ich konnte auf allen Bändern mit 3Watt abstimmen.
Das SWR lag zwischen 1,2 und 1,8.

73, Wolfgang

7

Dienstag, 14. November 2017, 18:12

Wolfgang,
nach meiner Lektüre ist der W1JR wohl eher nur für (ca.) 50-Ohm Umgebungen geeignet.
In Deinem Fall ist ein Balun für undefinierte Impedanzen das Mittel der Stunde - nachzulesen bei DG0SA. So letztlich hier seit Jahren erfolgreich im Einsatz.
Gruß - Raimund

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8

Dienstag, 14. November 2017, 18:21

Hallo Raimund,

...deshalb ist er ja zwischen ATU und TRX geschaltet, wo nach dem Abstimmen 50 Ohm anliegen sollten.

73, Wolfgang