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Dienstag, 10. Oktober 2017, 20:08

Vorstellung und Frage zu Antennen- Simulation

Hallo, QRP- OMs,

Ich bin Olaf, Nick "Edi", ich restauriere historische Radios, versuche, altes Wissen zu erhalten, und mache auch Projekte zur hist. Funktechnik.
Als Junge Leser der Bücher von Martin Selber (früher DM2APG), später Funktechniker und jahrzehntelanger Leser von "Funkamateur" und "Elektronisches Jahrbuch"- da kenne ich auch vieles aus dem Funkamateurbereich, ich durfte damals aber nicht FA werden, später schlug ich eben die genannte Richtung ein.

So bin ich SWL, aber ich empfange nur Rundfunk- Aussendungen- mit normalen Radios geht nur das, aber immerhin...da ich den Empfang immer mit Videos der Uralt- Radios dokumentiere, schon einige sehr schöne QSL- Karten von Rundfunksendern bekommen.

Im Moment arbeite ich an einem Projekt, und zwar die Untersuchung historischer Antennen- für "Normalradios".
Ich habe viele Informationen zu historischen Konstruktionen, und werde diese, und die Untersuchungen in nächster Zeit veröffentlichen (dauert wegen der Genehmigung von Literatur- Auszügen, Urheberrecht).
Ich habe eine Antennenanlage nach historischem Vorbild gebaut, ich werde weitere testen, und ich untersuche die Konstruktionen im Simulatorprogramm,
und möchte dann die Ergebnisse praktisch durch Messungen verifizieren.

Ja... Antennentechnik ist erforscht, alles bekannt... schon klar.
Aber... wer kennt noch eine "Anker- Antenne" oder die "Ritter- Antenne" ?

Historische Radios haben nur AM, und sie benötigen Antennen, die sehr hochohmig sind, sie müssen nicht für den Empfang bestimmter Bänder schmalbandig sein, sie sind sehr breitbandig, und viele Konstruktionen sind räumlich ausgedehnt,
um jede noch so kleine Feldline, die sich noch draußen hinter'm Schuppen, oder drinnen, hinter'm Ofen versteckt, an den Radio- Eingang zu bringen.


Foto: Man sieht es ihm an: Opa Wilhelm war richtig stolz, was er mit seinem "4- Röhren- Neutro" (Siemens Rfe18, 1927, 2- Kreis- Geradeausempfänger, dessen Kreise noch EINZELN abgestimmt werden mußten !) empfangen konnte.

Historische Antennen und Funkamateur- Antennen haben viel gemeinsam, aber auch Unterschiede, wie ein Schalt- und ein Automatikgetriebe.
Und das möchte ich untersuchen- für alle möglichen Antennen wurden schon Bibliotheken voll geschrieben, über Antennen für normale Radios... bestenfalls über UKW- Dipole.

Um die Konstruktionen zu untersuchen, simuliere ich diese im Simulatorprogramm "4NEC2".
Und dazu habe ich jetzt Fragen:

Ist es möglich, die Umgebung zu berücksichtigen ?
Ich denke an Unter- Dach- Antennen- da müßte doch evtl. eine Dämpfung einbezogen werden ? Zumindest ist diese Umgebung ein einfacher Fall, weil ja die gesamten Antenne hinter einem isolierenden Material liegt, nicht nur in 1 Richtung.
In einem Forum schrieb jemand, EZNEC soll das können- dieses verwendet die NEC- Engine, und 4NEC2 kann auch EZNEC- Files futtern... geht da irgendwas ?
Es soll auch eine "lizensierte Version" von NEC geben, mit zusätzlichen Möglichkeiten ? Was ist dort "drin" ?

Fast gleiches Problem: Wieviel Einfluß hat isolierendes Material UM den Antennendraht (Kunststoff- Kabelummantelung, aber auch Flexrohr oder Kunststoffrohr) ?

Ich würde mich freuen, wenn ich noch einigen Input bekomme.

Hier meine Antenne nach historischem Vorbild
(langer Bericht, 7- teilig, Menü links)

Empfang mit historischem Gerät an dieser Antenne


Olaf (Edi)

Private Homepage:
http://greencaravan.bplaced.net
Elektronik- Homepage:
http://edi.bplaced.net

(Foto aus "Mit meinem Radio auf Du und Du", von O. Kappelmayer, mit freundlicher Genehmigung des Verlags)
»SWL_Edi« hat folgendes Bild angehängt:
  • Fernempfang_Opa_am_Neutro_700.jpg