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Über mich: Olaf nr Stuttgart


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21

Montag, 14. August 2017, 18:22

Vor allem gefällt mir daran, dass nicht nur der bloße Aufbau und Abgleich, sondern auch die einzelnen Details der Schaltung ausführlich erklärt werden. So kann man sich in die Materie einarbeiten, wenn man an mehr als einem "Steckdosengerät" interessiert ist und auch mal Modifikationen oder Fehlersuche machen will / muss.


Wirklich? ... der entscheidende Teil eines jeden SDR Projektes ist die dazugehörige Software.. das übersieht man all zu leicht, wenn man aus der analogen Welt kommt, wo ein gut dokumentierter Schaltplan nebst Funktionsblockbeschreibung und Spannungspegel einen wunschlos glücklich machen und eben auch alle Optionen des Selbstbaus wie Änderung und Weiterentwicklung möglich machen.

Im SDR Bereich ist das aber leider allenfalls die halbe Miete im Haus des Selbstbauglückes...

Das ändert gar nichts an der exzellenten Hardwaredoku die zweifellos ein Wert an sich ist.. und mir ist auch klar, dass eine quelloffene Firmware sofort Nachbauclones auf den Plan rufen würden, die auch preislich sehr moderate Projekten wie denen von QRP Lap den wirtschaftlichen Todesstoß versetzen würden, was bei der Qualität der Produkte niemand mit auch nur einem Funken Verstand wünschen kann. Aber es ist eben auch ein echter Showstopper, wenn man mehr als nur Ersatz für einen Bestückungsautomaten sein möchte... und nein, ich habe auch keine Idee, wie man diesen Widerspruch ohne explodierende Nebenkosten sinnig lösen könnte..

Das wird mich allerdings auch nicht davon abhalten, einen Bausatz zu bestellen.. einfach weil der Spass an einem sehr guten Bausatz zu seinem sehr fairen Preis grundsätzliche Bedenken locker vom Tisch fegt.. und das Konzept es eben auch nicht unmöglich macht, eine eigene Firmware zu erstellen... sofern man ein paar Mannjahre über hat ;)

Eines ist jedenfalls klar: Der Bausatz zeigt, was für kleines Geld heute auch mit bescheidener Werkstatt mit etwas Löterfahrung möglich ist.. damit kann man auch Steckdosenfunker anfixen ;)

73 de Olaf / DL5YBZ

22

Montag, 14. August 2017, 21:15

Für mich ist diese SDR-Technik auch Selbstbau-Neuland.

Im SDR Bereich ist das aber leider allenfalls die halbe Miete im Haus des Selbstbauglückes...


ähmmm, wo steckt denn in diesem Transceiver Kit ein SDR (Software Defined Radio)?

73
Günter

23

Montag, 14. August 2017, 23:26

Hallo Gerhard,

ich kann die Frage wie immer nicht richtig beantworten, aber in meinem Verstaendnis hat der Empfangsteil, mit der direkten Umsetzung der HF in NF schon einige Merkmale eines SDR.

Im Quadratur-Samplingdetector werden die I/Q Signale durch die Mischung mit den Signalen des Si5351-Bausteins erzeugt, die im NF-Bereich liegen und phasenverschhoben sind. Hier wuerden jetzt bei "grossen" SDRs riesige Rechenoperationen notwendig, da man bestrebt ist moeglichst grosse Bandbreiten darzustellen Da aber nur 200 Hz im Audiobereich verwendet werden, muss nur noch mit der 90 Grad Phasenverschiebung das Seitenband unterdrueckt werden. (Dies geschieht wohl nicht durch Berechnung ... insofern hast Du vielleicht Recht.)

73 de Hajo

PS: Boehmische Doerfer veraendern sich auch bei naeherer Ansicht nicht wesentlich.
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Hajo's Kontrapunkte

24

Dienstag, 15. August 2017, 00:43

Hallo Hajo,

Die Detektion mit dem Tayloe Detektor ist der Arbeitsweise der SDRs sicherlich ähnlich. Ein SDR wird dieses Radio dadurch allerdings nicht!

Ein "Software Defined Radio" ist ein Empfangs/Sendeapparat, bei dem Modulation/Demodulation und bei Bedarf weitere Komponenten des Radios digitalisiert sind. Dafür bietet sich die Direct Down Conversion an, da hier das Signal mit sin und cos multipliziert wird und dadurch direkt ins Basisband (0Hz) gemischt. Man erhält zwei Signale, das Inphase und Quadratursignal. Diese werden beim SDR digitalisiert und in Software weiter verarbeitet. In Direktabtastern geschieht selbst das heruntermischen bereits in Software.

Hier wird auch ein IQ Signalpaar erzeugt, allerdings wird nichts in Software verarbeitet. Durch zweimalige Phasendrehung wird lediglich das zweite Seitenband unterdrückt - alles analog!


Zitat

Da aber nur 200 Hz im Audiobereich verwendet werden, muss nur noch mit der 90 Grad Phasenverschiebung das Seitenband unterdrueckt werden. (Dies geschieht wohl nicht durch Berechnung ... insofern hast Du vielleicht Recht.)

Es ist egal, wie viel Hz verwendet werden. Diese Technik funktioniert auch für 400Hz, 800Hz, 10kHz, ... Problematisch ist aber vor allem, dass jede Abweichung der Signalamplituden- und Phasen voll ins Endergebnis durchschlägt. Das bekommt man in der digitalen Domäne besser in den Griff. Daher sieht man nicht so viele Amateurfunkgeräte nach diesem Prinzip.

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25

Dienstag, 15. August 2017, 08:26

Natürlich haben all die Recht, die darauf hin weisen, es handele sich beim besprochenen QRP Labs Projekt ja gar nicht um ein SDR .... weil eben nicht digital gefiltert oder de/moduliert wird und ganz langweilig alles in diesem Bereich in fest verdrahteter Hardware ausgeführt ist.

Aber das ändert nichts an dem Problem, dass man ohne eine gehörige Portion Software nur einen netten Briefbeschwerer auf dem Tisch liegen hat... es ist also zweifellos ein "Software Dependend Radio ";) .. und das meint am Ende eben auch nur, ohne Software kommt kein Pieps raus oder rein.

Punkt ist einfach: Da wo Software zwingend notwendig zum Betrieb von Hardware ist, ist eine exzellente Hardwaredoku (leider) nur ein Teil des Nachbauersglücks, wünsch sich dieser mehr als 'nur' den sicheren Nachbau und Betrieb eines Bausatzes exakt nach 'Werksvorgabe'. (das das im wirklichen Leben kaum leistbar ist, ist leider auch all zu wahr... )

73 de Olaf / DL5YBZ

26

Dienstag, 15. August 2017, 10:51

Punkt ist einfach: Da wo Software zwingend notwendig zum Betrieb von Hardware ist, ist eine exzellente Hardwaredoku (leider) nur ein Teil des Nachbauersglücks, wünsch sich dieser mehr als 'nur' den sicheren Nachbau und Betrieb eines Bausatzes exakt nach 'Werksvorgabe'


Da dürftest du bei Bauvorschlägen mit hochintegrierten ICs genauso unglücklich sein. Ob eine komplexe Funktion analog in einen Chip gemeißelt ist oder als Firmware eingebrannt, macht keinen Unterschied darin, dass großeils nur der Nachbau nach "Werksvorgabe" möglich ist. Konsequenterweise bleiben fürs nostalgische Nachbauerglück ansonsten nur noch Schaltungen mit diskreten Transistoren oder Röhren übrig. Und auch davon gibt es genügend, z.B. hier im QRP-Shop.

Wer jedoch Spaß daran findet, die Möglichkeiten zu nutzen, die zeitgemäße Schaltungen bieten, kann heute für kleines Geld Gerätchen mit einer Leistungsfähigkeit bauen, von denen man zu "diskreten Zeiten" allenfalls träumen konnte. Das entschädigt doch!

73
Günter

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27

Dienstag, 15. August 2017, 12:32

Wenn ich so manchen der letzten Beiträge lese, riecht mir das sehr nach dem berühmten Sommerloch, hi. Da wird ein bisher nur per vorläufigen Stromlaufplan und Angabe der implementierten Features bekannt gemachter Bausatz mangels praktischer Erfahrungen seziert. Der von mir verwendete Begriff "SDR" scheint ja tatsächlich nicht zutreffend, OK. Aber jetzt bereits die Möglichkeit zu vermissen, die Firmware später an seine eigenen Bedürfnisse anzupassen, halte ich für übertrieben, insbesondere bei den bereits zugesagten Features.

Wir sollten doch erst mal abwarten, wie sich die ersten Geräte in der Praxis schlagen. Im Vergleich mit anderen Bausätzen konnte ich in diesem Preisbereich bisher nichts Vergleichbares finden. Im Gegensatz z.B. einem PIXIE, dem für die Praxis u.a. nicht nur die variable QRG und der Mithörton fehlen, erhoffe ich mir ein interessantes kleines Gerätchen mit sehr vielen praktischen Möglichkeiten, jenseits eines "Briefbeschwerers".
72/73 de Peter in JO61VA, Dresden
DL-QRP-AG #01921

28

Dienstag, 15. August 2017, 13:03

einem PIXIE, (...) Mithörton fehlen,
Moin,

der - solange eine Hubtaste benutzt wird - nicht wirklich erforderlich ist. 8) Wer den korrekten Umgang mit der Hubtaste gelehrt bekommen hat, braucht keinen Mithörton, um saubere Zeichen etc. zu generieren. In den elektronischen Tasten ist meistens ein Piepser eingebaut, den man dazuschalten kann. Somit kein echtes Manko beim Pixie.
73 de Michael, DF2OK Webseite qrz.com YouTube Twitter Sei wachsam!
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29

Dienstag, 15. August 2017, 20:45

Zitat

den elektronischen Tasten ist meistens ein Piepser eingebaut, den man dazuschalten kann.



... und das gibt es (natürlich) beim Pixie auch; ein integrierter Summer, der dann über Jumper dazu- oder abgeschaltet werden kann.

Lediglich die Lautstärke läßt sich nur durch Abkleben des Buzzers in Grenzen regulieren.


https://www.ebay.de/sch/Amateurfunk-Send…er&LH_PrefLoc=2

... und andere Anbieter

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30

Dienstag, 15. August 2017, 22:49

die Firmware später an seine eigenen Bedürfnisse anzupassen, halte ich für übertrieben, insbesondere bei den bereits zugesagten Features.


Völlig richtige Einschätzung, Peter... hier geht es wirklich nur um die letzten 5% die aus einem sehr guten Bausatz einen perfekten machen würden. Das geniale an dem Bausatz ist eben der Verzicht auf all zu viel exotisches..was dort verbaut wird, kommt eben genau ohne hochkomplexe Spezial ICs aus und auch der digitale Teil ist mit einfachen Amateurmitteln bearbeitbar. Es braucht hier weder für den Amateur unbezahlbare Programmierwerkzeuge noch schafft man mit Hardware, zu der man im Zweifel allenfalls von Spezialisten Hilfestellung finden könnte.

Die Hardware ist also genau das, was man sich als Basis wünscht... wären dort nur geheimnisvolle Specialkäfer verbaut, käme man gar nicht auf die Idee, auch mal ein paar Zeilen in der Firmware verdrehen zu wollen..... der Bausatz bringt alles mit, um diese Option zu öffnen.. darum tut es besonders weh, wenn sie aus - ich sage es nochmal - aus nachvollziehbaren Gründen verstellt ist. Aber dafür verliert man eben auch die Option, z.B. die Benutzeroberfläche auf Landessprache zu trimmen... womit der Bausatz nochmals attraktiver würde.

Ob am Ende das Konzept in der Praxis zu einem langzeitstabilen TRX führt, wird sich zeigen... aber diesen Anspruch habe ich gar nicht an ein Projekt in dieser Preisklasse.. . das soll es nicht meinem K3 aufnehmen .. es soll Spass machen, in dem ich mit damit beschäftige.. und dieser Spass potenziert sich nun mal, wenn man auch mal an der Firmware drehen darf und kann... KANN ist hier eine überspringbare Hürde... dürfen.... na, vielleicht wird die Firmware ja nach Auslaufen des Bausatzes und einer Schonfrist doch noch Open Source :)

Aber auch ohne offene Firmware ist das Projekt die aufgerufen Summe locker wert .. ich habe mir einfach nur erlaubt, ein wenig zu träumen ;) ..eben weil das Konzept so gelungen erscheint.

73 de Olaf / DL5YBZ

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31

Gestern, 09:47

Hallo zusammen

Die "einzige Funktion", in welcher im diskutierten TRX Software/Firmware eingesetzt ist, ist die "VFO-Funktion" - alles andere ist "voll analog".
Mir ist nicht so richtig einleuchtend, was man da "eingreifen möchte". Sollte man das tatsäxhlich wollen - der eigesetzte Prozesseor und Synthesizer-Baustein sind voll dokumentiert und jeder Softwerker kann sich da austoben.

73 de Martin, aktuell PA/DH4NWG/p

32

Gestern, 16:48

Hallo zusammen,

nach meinen Erfahrungen mit QrpLabs (Ultimate2 +3) braucht man sich um sinnvolle Firmware-Updates keine Sorgen zu machen, Hans reagiert auf E-mails oder via Forum sehr zeitnah auf Änderungsvorschläge.Ich denke, das wird bei dem neuen TRX nicht anders sein.
Für mich ist es jedenfalls schön zu sehen, dass es noch Entwickler gibt, die auf bedrahtete Bauteile setzten.

73 Joe

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