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1

Donnerstag, 18. Mai 2017, 11:56

Cola ist ungesund. Macht Strom 'draus!

Moin,

vielleicht mal was für den nächsten Fieldday?
https://www.youtube.com/watch?v=iDMIMP-DlQ4
Auf was man alles so kommen kann... :thumbsup:
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2

Donnerstag, 18. Mai 2017, 15:45

Naja.. Cola hat damit wenig zu tun.
Die Reaktion macht hauptsächlich das Alu, dessen oberfläche von NaOH angekratzt wird. Und dann das Wasser spaltet.
Kann aber sein, das Cola die sache unterstützt, weil die Reaktion anfangs sehr schnell verläuft und sich dann aber neue hemmende schichten bilden.
Meine schnellste Mischung bestand noch zusätzlich aus gebrannten Kalk.
So in etwa funktioniert auch ein kommerzieller Reaktor, dessen Patente ich studiert habe.
(Die arbeiten noch zusätzlich mit einem hohen Innensystemdruck).

Zitat

Auf was man alles so kommen kann... :thumbsup:

He he.... also wirklich.. diese verrückten.. ;-)

Okay.. ich oute mich mal :
Ballonmission mit Selbst gebrauten Wasserstoff.
Wobei immer die Frage war : Was war spektakulärer : Die Ballonmission oder das auffüllen des Ballons.

3

Donnerstag, 18. Mai 2017, 16:15

Wobei immer die Frage war : Was war spektakulärer : Die Ballonmission oder das auffüllen des Ballons.
:) DAS kann ich mir lebhaft vorstellen. 8)
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4

Donnerstag, 18. Mai 2017, 19:39

Meine schnellste Mischung bestand noch zusätzlich aus gebrannten Kalk.
So in etwa funktioniert auch ein kommerzieller Reaktor, dessen Patente ich studiert habe.
(Die arbeiten noch zusätzlich mit einem hohen Innensystemdruck).


Hallo Jan,

verrätst Du ein paar mehr Details zu Deiner Höllenmischung und wie man sie bändigt ( Kühlung ? ) - Angaben zu den eingesetzten Mengen bzw. der Ausbeute wäre natürlich noch besser.


Peter/DL3PB

5

Donnerstag, 18. Mai 2017, 20:47

Also eins vorneweg :
Bis jetzt lief der Reaktor nie 100% so, wie ich es wollte.
z.B. wollte ich gerne noch eine "Sicherheit" gegen Knallgas haben, in dem ich einfach hingehe, und vor Reaktionsstart den Behälter mit Vakuum flute..
Frei nach dem Motto : Wo kein O2 da auch kein KNALLGAS.
Bei meine Versuchen, ist folgendes passiert :
1. Versuch : Der Plastikschlauch, der im übrigens, mindestens einen durchmesser von 1cm haben sollte, ist durch die Hitze abgefallen.
Zuvor hatte ich einen Druckluftschlauch genommen, der hatte zu wenig Durchmesser.
Notkühlung erfolgte durch zufällig vorhandenes Trockeneis.. kann ich auch sonst gut empfehlen : Toller Show Effekt. (z.B. auf eine PA legen)
Der gebrannte Kalk hat noch die Eigenschaft, zusammen mit den anderen Reaktionsresten einen Beton bester Qualität zu erzeugen.
Kurzum : Die ehemalige Haubitzen-Munitionskiste (Kiste Treibladung für 155mm Haubitzen)die ich als Reaktor benutzt habe, konnte man danach verschrotten.

2. Versuch : Ohne gebrannten Kalk, dauerte es zu lange.. ich musste den Reaktor aufmachen, NaOH reinkippen, und umrühren..
Das wollte ich eigentlich vermeiden auch weil NaOH sehr sehr ätzend ist.
Aber Thermische Integrität war durch Silikonschläuche gewährleistet.. das ganze hätte also funktionieren können.

3. Versuch : Viel NaOH, und Al... lief fast perfekt.. ein bisschen langsam.. und hat viel Abfall erzeugt.. aber ... die Konstruktion war fast perfekt.

4, Versuch : Steht aus.. Geplant ist, das die Trockenmischung bestehend aus Alu-Fräßschrott, NaOH + Gebrannter Kalk zusammen mit Fließ (grosse oberfläche) in eine grosse Dose (15cm durchmesser) gepackt wird, dort zu Beton und H2 Reagieren kann, und nach der 2. evakuierung entfernt und entsorgt werden kann.
Wann ich diesen aber durchführe.. steht aber jetzt erst mal in den Sternen... weil ich keine Firma mehr im Rücken habe, die für mich ne Luftfahrtversicherung sponsert.
Und der reiz nicht mehr so gross ist, das ich alle Kosten/Risiken alleine tragen möchte...

Zitat

und wie man sie bändigt ( Kühlung ? )

Also der beste Versuch verlief ohne Kühlung.
Also Wasser wird auf die Trockene Mischung geben. Und zwar sehr sehr Sparsam.
Ein Teil des Wasser siedet, und so wird es nicht wärmer als 100°.
Da jetzt natürlich das H2 sehr mit Wasserdampf versetzt ist, und ggf auch noch Natronlauge.. muss das ganze in einen Gaswäscher, der man am besten noch mit Eiswürfeln bestückt.
Dann bekommt man fast Wasserfreies H2 für einen T200er Ballon, mit dem sich eine 109g Nutzlast in rund 30km höhe befördern lässt.

Die Mengen habe ich ganz unwissenschaftlich nicht nachgemessen..
Viel hilft viel.. ;-)

Warum macht man sowas ? Nunja.. eine kleine Menge H2 kostet ordentlich Kohle.. wobei das Abfüllen das teuerste dabei ist. Nicht der Wasserstoff.
Wasserstoff ohne Sauerstoff ist auch ziemlich harmos.. eine damit gefüllte fliegende Mülltüte brannte total unspektakulär ab, wie damals die Hindenburg..
Wenn da aber in der Gasmischung Sauerstoff dabei ist.. dann Gnade dem Gehör !
Auch reichen kleine Mengen aus, um einen Bleiakku so zu zerlegen, das man seine Bestandteile suchen muss.. (Von wegen, Bleiakkus sind harmlos.. )
Eine grosse Flasche kaufen und bei mir einlagern wollte ich auch nicht.
.. und ich wollte das ganze mal probieren.. d.H. wieder mal, aus Kernschrott, sowas zusammenbauen.
(z.B. Schwerter zu Pflugscharen umrüsten.. HAR HAR )
Im Endeffekt haben wir da noch mal 80Eur an Teile rein gesteckt ( Silikonschläuche.. Verbinder.. etc.. )
Im Endeffekt haben wir aber auch tatsächlich Geld gespart !
Und wir haben es überlebt.. ;-)
Ich muss sagen, das ich vor solchen Sachen einen riesen Respekt habe.. und dabei nah dran war, mir in die Hose zu machen.
Alleine die Kombination von Knallgas und Natronlauge.. im Fehlerfalle.. wuuuhhaa !
Allerdings.. danach wirkten die Endorphine danach um so besser ! ;-)

Kurzum : Für den normalen Fieldday absolut untauglich. ;-)
Mann muss dafür schon ein kleiner Adrenalin-Junkie ohne Familie sein.. ;-)
Also nicht nachmachen !

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6

Donnerstag, 18. Mai 2017, 21:04

Danke für Deinen aufrichtigen Bericht, der auch Fehlschläge nicht ausspart - vielleicht spare ich doch besser auf eine Helium-Lösung...
73
Peter/DL3PB

7

Donnerstag, 18. Mai 2017, 21:14

Ja.. Fehlschläge gehören dazu.
Sonst macht das ja keinen Spass.. oder ?

Guck mal nach, ob der Hornbach bei Dir in der Nähe Ballongas anbietet.
Das ist die günstigste Quelle die ich bis jetzt ausmachen konnte.
Die Information ist aber schon etwas älter.
Und so unlustig ist Helium auch nicht, wenn jeder mal einen Zug davon nimmt.. ;-)
Nur auf den Nervenkitzel muss man verzichten..

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8

Donnerstag, 18. Mai 2017, 23:04

Guck mal nach, ob der Hornbach bei Dir in der Nähe Ballongas anbietet.
Das ist die günstigste Quelle die ich bis jetzt ausmachen konnte.


Danke, Jan. Das scheint immer noch so zu sein, allerdings geht mein Interesse weniger Richtung Stratosphäre, mehr Richtung Ionosphäre, im Sinne einer Ballon-gestützten Vertikalantenne für die low-bands.
Habe bislang nur die Investition in einen Ballon und eine Flasche ( kann man auch leihen ) gescheut, einmal im Ballon "verdunstet" das Helium dann innerhalb weniger Tage, dadurch wird's auch nicht günstiger...
und macht natürlich nur halb so viel Spaß, selbst wenn man's inhaliert.

Peter/DL3PB

9

Donnerstag, 18. Mai 2017, 23:44

Naja.. also ein Fesselballon hat noch andere Tücken : Steigt er über 30m gibts da wieder regelungen, die ziemich Spassreduzierend sind.
Nur ein Beispiel : Weil die Flugsicherung in der Regel nichts von Freiballonen wissen will, die unter 500g Gesamtgewicht haben, habe ich extra darauf geachtet.
Damit brauche ich dann kein Startfenster mehr einzuhalten.

Je nachdem wie experimentierfreudig Du bist hätte ich da ne Uralte Idee von mir :
Siemens Lufthaken.

Man nehme ein Fluggerät wie z.B. einen Quadrocopter, der vom Boden aus mit Strom versorgt wird.
Im speziellen hätte ich ne Idee zu einem "Monokopter" der eine automatische gier und Lageregelung mittels einfacher ruder und 2 Gyros .. aber die habe ich noch nie getestet.
Die Elektrische Schwierigkeit wird sein : Die Elektrische Leistung von rund einem Kilowatt mit einem Störungsarmen Sinuswandler hoch zu transformieren, und ihn über eine möglichst leichte Leitung einem Motor zuzuwenden der im Idealfall direkt mit der hohen Spannung arbeiten kann.
Ansonsten bräuchte man einen weiteren Sinuswandler, der aber wiederum das EMV Problem vom PWM Regler reduzieren könnte..
Die Speiseleitung zum Fluggerät nimmt man dann als Antenne.
Oder man macht gar nichts so viel in sachen EMV und nimmt diese Antenne nur zum Senden.
Zum Empfangen dann was anderes.. wie ne Aktive Antenne.

Das hätte den Vorteil, das man, außer Strom und einer Modellbauversicherung keine weitere Kosten mehr hätte.
Achja.. man müsste natürlich beim Funken das Fluggerät immer blick haben, es soll ja ein "Ferngesteuertes Fluggerät" bleiben... aber das ist ja kein Problem.. beim Funken aus dem Fenster zu sehen...

Ein wesentlicher Grund, warum ich das noch nie probiert habe, ist das ich hier nur Portabel funken kann.
d.H. ich müsste die Energieversorgung mitschleppen... das ist dann doch etwas..
Aber falls Du den weg gehen solltest.. wärst Du technologisch wieder ganz weit vorn dabei ! ;-)
(Vom Nerdfaktor mal abgesehen. )
Die einzigen die das mal realisiert haben, aber davon habe ich leider keine genaueren Unterlagen finden können, war das US-Militär und vielleicht auch die Wehrmacht..

10

Freitag, 19. Mai 2017, 11:42

Moin,

richtige Rubrik: Es macht Spaß, Eure Schilderungen zu lesen. :thumbup: Nun mal auch "ein wenig" :whistling: zum Thema Tragen, Lasten, Luftfahrzeuge und 'drumherum von mir.

Ich habe Anfang der 80iger bis Mitte der 90iger sehr intensiv als einer von einer Handvoll Spezialisten in DL Fesseldrachen-Luftbildfotografie betrieben und in dem Sektor einiges entwickelt. Inklusive Preis dafür. http://kap.ced.berkeley.edu/background/kapwa3.html Weltweit waren wir mit rund 200 Personen organisiert. Alles Vergangenheit. Damals gabs sowas feines wie Multikopter noch nicht. Heutige lagestabilisierte Kameras waren ein Traum. Es war eh alles Eigenbau und derlei Dinge wurden erfolgreich mechanisch gelöst. Wie Anfang des 19. Jahrhundert ebenso. Unsere Vorfahren der Fesseldrachen-Luftbildfotografie ( Beginn 1888 ) waren ebenso pfiffig. Stelle gerade fest, dass ich nicht nur frühes Gründungsmitglied der DL-QRP-AG bin, sondern auch des DrachenClubDeutschland (DCD e.V.). Damals in Allermöhe bei HH, die Autobahn war noch in Bau. Au Mann, Erinnerungen. :-)

Aber ich schweife ab. Worauf ich eigentlich hinaus möchte: Ich habe für alles, was ich damals an Lasten in die Luft gebracht habe, Drachen benutzt. Auch für Antennen, klar. Vom Draht bis zum horizontalen UKW-Dipol mit Flachbandkabelspeisung im Drachen. War am verlustärmsten und ein schöner Wettbewerb auf UKW. Das alles klappt mit Drachen ganz hervorragend und ist preiswert. Damals habe ich wegen des Drachebaues und in Ermangelung von Geschäften deswegen nähen gelernt und alle meine Drachen grundsätzlich aus Spinnacker-Nylon bzw. Tyvek selbst gebaut. Literatur in Form von Büchern gabs genug.

Natürlich haben wir auch mal darüber nachgedacht, Ballone als Träger zu nehmen. Ja, okay, ist ein möglicher Weg. Hier und dort stand in den alten CQ-DL-Heften auch mal ein Beitrag 'drin. Das ist alles schön, gut und macht Laune. Aber: Vertikalantennen an Ballonen (Gas oder ferngesteuerte mit Heißluft und Brenner) sind nur bei absoluter Windstille eine Freude. Diese Situation haben wir hier im Norden eher selten. Wie wir lesen können, auch mit richtig Aufwand verbunden.

Klar, Drachen brauchen Wind. Muss nicht der stärkste sein, das ist eher kontraproduktiv. Ich habe für fast jede Windsituation (ausser Windstille, hi) einen passenden Drachen parat. Es gibt Wind-Vorzugsrichtungen, die lokal bekannt sind / sein sollten. Also braucht's auch - neben der Beachtung von anderen luftrechtlichen Vorschriften (jeder Fesseldrachen ist offiziell ein Luftfahrzeug) - Platz, damit der Drachen sicher gestartet und gelandet werden kann. Windrichtungen können sich schlagartig ändern. Also auch Platz rundherum. Aber das ist dann auch alles.

Über Drachenantennen finden wir viel im Netz. Ein Beispiel: http://www.qsl.net/g4vgo/ Mal ein Suchbeispiel: https://www.google.de/search?q=kite+supp…iw=1280&bih=872 Das Wort KITE (engl. für Fesseldrachen) hilft, Treffer zu landen. Supported, liftet oder einfach nur "kite antennas" ebenso.

Leider manchmal auch Gefährliches, wo sich mir beim Lesen / Anschauen die Nackenhaare kräuseln. Ich habe im Laufe der Jahrzehnte einiges gebaut und betrieben. Hab's nur nicht publiziert, denn bei meinen vielen Hobbies, die sogar miteinander verbandelt sind, würde ich nur noch vorm PC hängen. :rolleyes:

Wenn etwas Platz ist und auch nur /p Betrieb möglich - Drachen sind ideale Lastenträger. Wenn sog. "aufblasbare" Drachen (Prinzip Parafoil) https://www.google.de/search?q=parafoil+…iw=1280&bih=872 ohne feste tragende Elemente benutzt werden, auch sehr kompakt transportierbar. Stichworte Rucksack, GMA, SOTA, WWFF etx.. Wird das Antennensystem wie bei mir leicht konstruiert, spielt Gewicht keine so entscheidende Rolle.

Es gibt Wichtiges zu beachten:
Sieht nach viel aus. Ist es aber nicht. Wenn man sich das alles einfach mal verinnerlicht hat, wird es zu Gewohnheit wie das Gehen.

NIEMALS den Antennendraht als Drachenleine nehmen!
Immer an der Leine mitführen bzw. in geeigneter Weise befestigen. Weitere Begründungen sprengen hier den Rahmen. Macht's einfach so und dann ist's sicherer.

IMMER für die Ableitung der statischen Elektrizität sorgen!
Schon VOR dem Start. Diese entsteht schon durch Luftreibung. Prinzip Bandgenerator. Bei einem FD war bei einer gewitterfreien Wetterlage nur leichter Nieselregen mit Wind vorhanden. 100m Draht in der Luft und ich habe den Fehler gemacht, den Ableitwiderstand NACH dem Start an den Erdstab stecken zu wollen. Der Funken war trotz Tageslicht sichtbar und für die Umstehenden auch hörbar. Ja, ich lebe noch. War dann doch keine so große Energiemenge. Aber sehr lehrreich, sowas...

LUFTRECHT beachten!
Wie schon geschrieben - selbst die billigen Spielteile sind Luftfahrzeuge. Es gilt erstmal generell eine maximale Höhe von 100m. Die einen formulieren das als Leinenlänge, die anderen als echte Höhe. Mit 100m Leinenlänge (wird dann nie 100m Höhe sein) ist man auf der sicheren Seite. Bei Kontrollen vor Ort Markierung an der Leine haben. Macht man vorher mit 'nem Edding einmal.
ABER: Die Regelungen der Höhe ist von Landstrich zu Landstrich anders. Neben generellen Verboten werden Aufstiegshöhen begrenzt. Schutzbereiche (Flughäfen und plätze, Hubschrauberlandeplätze, Bahnanlagen etx.) sind zu erfragen und einzuhalten.

VERSICHERUNGSSCHUTZ prüfen!
Für meine damalige Luftbildfotografie habe ich neben der damals noch umfangreicher gefassten gewerblichen Freigabeerlaubnis eine Luftfahrthaftpflichtversicherung abgeschlossen. Kostet nicht viel, aber wenn so ein paar Kg Foto- und Fernsteuerungausrüstung durch einen Fehler aus rund 40m auf ein Auto oder gar Menschen knallen - Ihr könnt euch das vorstellen. Die 106 DM im Jahr waren ein Klacks. Wer in einem Modellflugverein ist, hat meist die Versicherung mit dabei. Ich war das nicht und daher extra versichert.

ZUSCHAUER sind willkommen, aber auch etwas einweisen.
Bitte einfach nur darauf achten, dass sie nicht an der falschen Stelle stehen.

Das Drachensteigenlassen sollte in allen Lagen perfekt beherrscht werden!
Immens wichtig. Ein Muss. So ist der Kopf frei, wenn es mal schnell gehen muss. Entgegen landläufiger Meinung können Drachen aus ausserhalb des Herbstes fliegen, hi. Also genug Zeit, regelmässig zu üben und sich mit dem Fluggerät bei unterschiedlichem Wetter mit unterschiedlichen Einstellungen und mehr vertraut zu machen.

HANDSCHUHE nicht vergessen!
Hä? Tja, lasst mal fix ein paar -zig Meter 1-2mm geflochtener Drachenleine mit mehreren Kg Zug durch die Hände gleiten. Um die dann abzubremsen und mehr. Da wird Euch das Wort Reibungswärme aber sowas von bewusst. 8) Ich habe immer die guten preiswerten Schweinsleder-Bauhandschuhe dabei. Und glaubt mir, nach ein paar Monaten intensiven Einsatzes sind auch die stark lädiert.

LEINEN: Keine Angelsehne, kein Kevlar, keine gedrehten Seile. Nur geflochtenes Material nehmen.
Unnachgiebige Materialien wie Kevlar und neue Artverwandte, die extrem dehnungsarm sind, eignen sich hervorragend
für Lenkdrachen. Aber auch nur dafür. Kevlar darf man nicht knoten; schneidet sich sonst selbst durch. Darf nur mit Hulsen- und
Schlaufentechnik verbunden werden. Dafür gibts aber so gut wie keine Bruchlastvermiderung durch Knoten wie bei anderen Leinen.
Zu dem Bruchlastthema habe ich seinerzeit mal eine professionelle Reisstest-Versuchsreihe im Labor starten lassen. Der klassische Schuhknoten reduziert die Bruchlast bereits um ca. 30%! Das kann sich addieren. Ich habe daher - wie bei den Fallschirmen - meine Verbindungen nur genäht. Auch das ist beim Steigen lassen von Lasten zu beachten - geeignete Leinen mit gut dimensionierter Bruchlast wählen. Wenn nötig, passende Knoten wählen und solange üben, bis man das hinterm Rücken knoten kann... Ansonsten Nähen lernen und andere Verbindungstechniken beherrschen.

Gedrehtes (also das billige Zeug, was man meist so beim Spielzeug mitkauft) Material ist sowas von unpraktisch. Gibt nur Seilsalat und hält nix. Angelsehne ist für Drachen- und Ballonbetrieb ein Teufelszeug. Gefährlich ohne Ende! Zum Leine-über-den-Baum-bringen okay. Wer das schon mal probiert hat und selbst in dem Wirrwarr am Boden gestolpert ist, kennt das aus eigener Erfahrung. Aber das Zeug bitte nie zum Drachen- oder Ballonsteigen nehmen! Und: Lasst nie Müll zurück. Viele Verbote an Stränden und Deichen wurden anfangs wegen Lärmes erhoben, besonders die Lenkdrachen waren damals extrem in Veruf. Was schlimmer war (ist), sind die durch das Fressen von Drachenleinenresten verendeten Tiere...

Vieles von dem Gesagten trifft übrigens auch für Ballonaufstiege zu.

Multikopter: Auch schon 'dran gedacht. Tragen können die das und die Lagekontrolle wäre auch kein Problem. Die Rechtsproblemtiken sind eh dieselben wie bei Drachen und Ballonen. Aber der enorme Aufwand aller Kräfte nur für das Aufrechterhalten einer langen ! Tragkraft und -zeit ist doch noch ein Hindernis. Mein verstorbener Funkfreund und ich hatten schon über ein temporäre fliegende Relaisfunkstelle nachgedacht. So wie damals (tm) in den 70igern, wo oft das Wort ARTOB fiel und die Teile flogen.
http://www.amateurfunk-wiki.de/index.php?title=ARTOB und http://www.darc.de/der-club/distrikte/n/…artob-dl0artam/

Ui, langer Beitrag geworden. Mit 60 Lebensjahren und intensiver Freizeitbeschäftigung in vielen Bereichen kommt was zusammen. Könnte stundenlang amüsante Vorträge halten, hi :-) Rentendasein und Langweile? Habe mal was davon gehört. Ehem. Kollegen berichten von Abstürzen und Lebenslöchern. Kann ich für mich nicht vorstellen...
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Hobbys: Hubschrauber-Modellbau, Amateurfunk allgemein

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11

Freitag, 19. Mai 2017, 12:13

Noch einen kleinen Nachtrag / Erweiterung zum Quadkopter:

Wenn die Antenne dann auf 100m höhe endet, wird der Quadkopter auch kaum höher sein. Das Funksignal muss die Strecke auch zurücklegen, aber das Afu-Sendesignal wird ganz sicher deutlich stärker anstehen als das Signal der Fernsteuerung. Hier muss auf alle Fälle vorher geprüft werden, ob das er Empfänger des Quadkopters ab kann oder nicht.
Gruß Stefan



Amateurfunk ist die teuerste Art der kostenlosen Kommunikation!

12

Freitag, 19. Mai 2017, 18:35

Zitat

Ui, langer Beitrag geworden. Mit 60 Lebensjahren und intensiver Freizeitbeschäftigung in vielen Bereichen kommt was zusammen. Könnte stundenlang amüsante Vorträge halten, hi :-) Rentendasein und Langweile? Habe mal was davon gehört. Ehem. Kollegen berichten von Abstürzen und Lebenslöchern. Kann ich für mich nicht vorstellen...


Also habe die Erfahrung gemacht, das das sich verschiedene Hobby's gut ergänzen.
Vorallem, wenn man sie mit anderen ausübt.
Das hat z.B. den Effekt, das das Bild vom Funkamateur interessanter wird, oder aber das andere sich plötzlich anfangen für den Amateurfunk zu interessieren.
Oder das man sich einfach nur gegenseitig hilft.
z.B. mein Water-Rocket-Antenna-Launcher, konnte nur realisiert werden, weil mein Kumpel in sachen Mechanik wesentlich besser ist als ich.
Und das Teil erzeugt noch heute ein Grinsen in mein Gesicht.. ich glaube, ich werde das Teil mal Nato-Grün streichen, damit es pöse ausschaut, und mit einem akkubetriebenen Kompressor versehen....
In ein paar Wochen, wird die Temperatur ja wieder so sein, das man sich über eine "abkühlung" beim Abschuss wieder sehr freut.
Oder was ich auch schön finde, ist, wenn ich anderen Bastlern mit anderen schwerrpunkten Hilfestellung in Sachen Hochfrequenz geben kann.

Zitat

Ehem. Kollegen berichten von Abstürzen und Lebenslöchern. Kann ich für mich nicht vorstellen...

Ich leider sehr gut.. aber daraus kann man einen Sport machen, abstürzen, wieder aufsehen.. abstürzen, wieder aufstehen.. ;-)


Zitat

Wenn die Antenne dann auf 100m höhe endet, wird der Quadkopter auch kaum höher sein. Das Funksignal muss die Strecke auch zurücklegen, aber das Afu-Sendesignal wird ganz sicher deutlich stärker anstehen als das Signal der Fernsteuerung. Hier muss auf alle Fälle vorher geprüft werden, ob das er Empfänger des Quadkopters ab kann oder nicht.

Heute arbeiten die Fernsteuersysteme gerne mit 2,4GHZ.. wobei man auch hingehen könnte und die Fernsteuersignale über NF zu übertragen.
Was mir noch viel mehr sorgen bereitet : Am ende der Antenne herrscht Spannungsmaximum.

Fliegender Repeater : Auch eine sehr schöne Idee !
Es gibt doch diese kleinen wunderbaren Funkmodule für 70cm und mit externernen Bandpass für 2m.
jeweils mit 0,5Watt..
Diese beiden zusammengewürfelt.. mit etwas Akku an einen Drachen hoch.. und man kann sicherlich schöne Reichweiten erzielen !
Gerade auf dem Platten Land..

13

Samstag, 20. Mai 2017, 10:36

Moin Ihr beiden,

ja, da ist viel Wahres 'dran. Der Kopter muss ja nicht zwangsläufig per Funk gesteuert werden. Wenn da eh schon eine Energieversorgung von unten erfolgen sollte, die eine lange Flugdauer ermöglicht, würden auch andere Verfahren funktionieren. Das wäre dann vielleicht ein sauber lagegesteuerter Lifter. Allerdings bleibt die Problematik der hohen Feldstärke am oberen Ende der Antenne / Lifter bestehen. Da kommt ja selbst bei QRP einiges zusammen.

Mit dem Ruhestandsabsturz und "nicht vorstellen" meinte ich jetzt mich. Dass das passieren kann, habe ich (leider) zur Genüge im Umfeld erlebt. Ich weiss ja nicht, was kommt. Hoffe aber, dass ich den Ruhestand geniessen kann.

Wenn drei OM aus meinem engsten Kreis innerhalb eines Jahres verstorben sind - zwei davon fast gleichaltrig - kommen einem so die Gedanken.

Ergo: lebt und seit aktiv solange es geht!
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DF2OK« (20. Mai 2017, 12:40)


14

Samstag, 20. Mai 2017, 19:47

Zitat

ja, da ist viel Wahres 'dran. Der Kopter muss ja nicht zwangsläufig per Funk gesteuert werden. Wenn da eh schon eine Energieversorgung von unten erfolgen sollte, die eine lange Flugdauer ermöglicht, würden auch andere Verfahren funktionieren. Das wäre dann vielleicht ein sauber lagegesteuerter Lifter. Allerdings bleibt die Problematik der hohen Feldstärke am oberen Ende der Antenne / Lifter bestehen. Da kommt ja selbst bei QRP einiges zusammen.


Also, ich würde erst mal schauen, das das mit der Energieversorgung klappt, und mit der Lageregelung.
Gegen die hohen Feldstärken, kann man dann im 2. Schritt immer noch angehen.
z.B. mit einem Frame ( Gehäuse ) aus Alumininium.. oder beschichteten Kunststoff.

Interessant an diesem "Projekt" ist eigentlich, das man hier mehrere Herausforderungen gibt.
Mein Kumpel hatte übrigens, mal die Idee, Antenne und Stromversorgung getrennt zu halten.

Stell Dir mal 4 drähte wie eine Pyramide vor, an deren Spitze ein Motor mit einer Luftschraube sitzt.
Die Drähte übernehmen dann auch noch komplett die Lagekontrolle und der Motor muss "nur" die ganze Zeit voll stoff geben.
Das starten der Konstruktion stelle ich mir aber interessant vor.

Zitat

Mit dem Ruhestandsabsturz und "nicht vorstellen" meinte ich jetzt mich. Dass das passieren kann, habe ich (leider) zur Genüge im Umfeld erlebt. Ich weiss ja nicht, was kommt. Hoffe aber, dass ich den Ruhestand geniessen kann.

Naja.. ich habe das bei mir erlebt.. das ich ohne Arbeit noch depressiver werde.. und auch bei vielen anderen beobachtet.
z.B. in Baumärkten sind frisch in Rente gegangene... gefürchtet ! ;-)
Was gerne nicht beachtet wird, das wir Menschen "Soziale" Wesen sind.
Wir möchten etwas bewirken. An etwas Teilhaben... Wertgeschätzt werden.
Wenn man sich eine Zeitlang durch seine Arbeit definiert hat, und dann das Gefühl hat, nichts mehr bewirken zu können, kommt es zu einem Loch.
Oder aber, man sucht sich was anderes, und nimmt das dann ggf zu ernst.
-> z.B. Berufsfunker. ( Da kenne ich Leute, die es wirklich übertreiben ! )
Hinzu kommt noch, das körperliche : Bewegungsmangel. Das vielleicht früher in der Arbeit normal war.. und jetzt nicht mehr bewusst praktiziert wird. Das erzeugt, dann leicht Zucker, Kreislauf.. etc..

z.B. deshalb leben ältere die Haustier haben ( z.B. Hund ) länger .. sie werden gebraucht, sie bewegen sich... haben dadurch auch mehr Kontakte, die Psyche wirkt dann positiv auf die Gesundheit.. etc..
Oder aber suchen sich neue Wirkungsbereiche. Unterstützen die Kinder bei den Enkeln.. etc.
Es gibt ja gute Gründe warum Menschen nach der Reproduktionsphase einfach so weiterleben.. ;-) (Und nicht Sozialverträglich Frühableben)
Kurzum : Niemand ist nutzlos, nur weil er kein Geld (mehr) erwirtschaftet.
Wer so denkt, dem sollte mal "liebevoll" der Kopf gewaschen werden.. ;-)

15

Montag, 22. Mai 2017, 11:26

Hinzu kommt noch, das körperliche : Bewegungsmangel. Das vielleicht früher in der Arbeit normal war.. und jetzt nicht mehr bewusst praktiziert wird. Das erzeugt, dann leicht Zucker, Kreislauf.. etc..
Moin Jan,
bei mir ist es eher umgekehrt, denn DAS alles und noch viel mehr habe ich schon. :whistling: Sogar in den letzten 33 Jahren während der Arbeit so nach und nach 'gratis' bekommen. :evil: Somit kann das alles danach nur besser werden. Ja, natürlich mache ich etwas Ausgleich etx. Zudem bin ich über diese vielen Themen im Bilde. Habe ja zahlreiche Hobbies und zudem lese ich gerne und viel. Eben auch darüber, wie der Mensch so tickt.

Also: Munter bleiben! :thumbup:
73 de Michael, DF2OK Webseite qrz.com YouTube Twitter Sei wachsam!
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