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Montag, 15. Mai 2017, 22:35

433-MHz-Sende und -Empfangsmodul an einer Antenne

Hallo allerseits,

ich möchte für meine Tochter einen Morse-Übungstransceiver auf Basis von 433-MHz-ISM-Modulen bauen, wie es sie z.B. von Box 73 gibt:

Tx: http://www.box73.de/product_info.php?products_id=3423, Schaltplan: http://www.box73.de/download/sonstiges/ISM-Modul_FS1000a.pd
Rx: http://www.box73.de/product_info.php?products_id=3428, Schaltplan: http://www.box73.de/download/sonstiges/I…ul_XY-MK-5V.pdf

Nun möchte ich beide Module an einer gemeinsamen Antenne betreiben. Auch wenn der Sender eher schwach ist (40 mW laut Datenblatt bei 5 V): Wie schütze ich den Empfänger beim Sendebetrieb vor Beschödigung? Stummschalten ist kein Problem, ich habe eh noch einen PICAXE oder ATtiny im Einsatz.

Ich möchte kein Relais verwenden, das dann bei jedem dit oder dah klackert. Welche Standardschaltungen gibt es für dieses Problem?

Beim Rockmite habe ich gesehen, dass einfach zwei 1N4148 bzw. 1N914 antiparallel zum Tx-Eingang geschaltet werden:

http://www.w5usj.com/images/rockmite/rockmite.gif

Ich vermute, das soll die Eingangsspannung jeweils auf +/- des Spannungsabfalls an der Diode, also ca. +/- 0.7V begrenzen.

1. Reicht das?
2. Wie verhindere ich, dass damit auch gleich die Spannung beim Senden auf 1.4 V peak-to-peak begrenzt wird?

Es gibt einen Bausatz von Box 73, der so etwas ähnliches erreicht,

http://www.box73.de/product_info.php?products_id=3625

ich will aber trotzdem eine Neukonstruktion versuchen, da dieser Bausatz nur wenige Meter Reichweite hat, weil er gar keine Antenne an die ISM-Module anschließt u.a.

Vielen Dank im voraus!

73 de Martin, DK3IT

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Dienstag, 16. Mai 2017, 11:18

Etwas OT, aber vielleicht eine Alternative?

ich möchte für meine Tochter einen Morse-Übungstransceiver auf Basis von 433-MHz-ISM-Modulen bauen
Hallo Martin, mein Beitrag geht erst einmal etwas an Deiner Frage vorbei. Ich bitte um Nachsicht.

Allerdings gäbe es eine aus vielerlei Hinsicht gute Alternative: Den Pixie-TRX. Entweder vom DARC http://darcverlag.de/QRP-CW-Transceiver-Pixie-Bausatz oder irgendwo mit Wartezeit aus China. Bspw. sowas: http://www.dl7vdx.com/40m-qrp-transceiver/ Oder bei eBay und Co. Oder mit Teilen aus der gut sortierten Bastelkiste. http://www.qrpforum.de/index.php?page=Th…70587#post70587

Das Teil kann QSK / Voll-BK ohne Relaisklappern. 8) Ihr könntet das Teil gemeinsam aufbauen. Wenn Lust auf Mehr besteht, sogar in SMT: http://www.df2ok.privat.t-online.de/qrp01e.htm. Link zum Original: http://www.knightlites.org/projects/knightsmite/index.htm

Zu dem TRX gibt es "tausende" Infos im WWW. An einer passenden Antenne funktionieren auch QSO ausserhalb des Raumes / Hauses. Man nehme einfach den Nachbau einer der so oft für viel Geld erhältlichen vergossenen Wunderantennen. Also einen 50R Abschluss mit einer Messstrippe am heissen Ende. :D Mit passender Ausrüstung und condx gehts sogar übern Teich. http://www.df2ok.privat.t-online.de/qrp02.htm#OBEN

Keine High-End-Maschine, aber ein FUN-TRX mit vielen Lehr- und Lernfaktoren. Zudem gibt es eine sehr ausführliche Funktionsbeschreibung zum Pixie, wie die Stufen einzeln und im Zusammenspiel funktionieren. Eine klasse Beschreibung, bislang für meine Begriffe unerreicht: http://www.knightlites.org/projects/knig…cumentation.htm Und kein Gerät ohne Mods: http://www.knightlites.org/projects/knig…/mods_notes.htm Mit meinen Mods habe ich den RX an meiner G5RV auf 80m "schussfest" bekommen. 8)

Zurück zum Thema.
Frage1:
Ja, das wird schon reichen. Was beim Rockmite mit rund einem halben Watt klappt, wird mit wenigen mW mit Sicherheit gut gehen.
Frage2:
Siehe Schaltung Rockmite. Oder auch SST. Passendes Koppel-C zum RX wählen.

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Dienstag, 16. Mai 2017, 12:36

Hallo Freunde,

ich vermute mal das es Martin auch darum geht das es nicht (immer) unter einer DN Genehmigung laufen muss. Und Er dann anwesend sein muss.

Die Umschaltung aus dem Solf kann hier Pate sein. Die hohe Sperrspannung wird nicht gebraucht, bei 50mW stehen 4,5 Vss an. Das ist einfach zu erzeugen. Auch im Norcal 40 gibt es diese Umschaltung. Die nur das Tx Signal vor dem Rx auf Masse legt. Damit funktioniert der Rx gleich noch als Mithörton und kein Mithörton = keine Sendeleistung.

73 de uwe df7bl
Uwe df7bl

Wenn Du meinst etwas geht nicht, dann störe nicht die, die es gerade machen.

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Dienstag, 16. Mai 2017, 12:46

ich vermute mal das es Martin auch darum geht das es nicht (immer) unter einer DN Genehmigung laufen muss. Und Er dann anwesend sein muss.
Moin Uwe,
den (Hinter)Gedankengang hatte ich auch. :D Es ändert nur nix. Die AFU-mässige Benutzung des 70-cm-Bandes - und somit auch des ISM-Bereiches - setzt nicht die Gesetze und Regelungen ausser Kraft. Ein Ausbildungsrufzeichen wird für sein Vorhaben so oder so benötigt. Aber vielleicht hat Martin ja eines und wir wissen es nur (noch) nicht. Möchte man ohne DN arbeiten, bleibt einem nichts anderes übrig, als die fertig erhältlichen Gerät aus dem sog. Freifunkbereich zu nehmen und etwas cw-technisches "drumherum" zu bauen.

5

Dienstag, 16. Mai 2017, 16:35

Rufzeichen etc.

Hallo,
vielen Dank für Eure Tipps!

Ich werde das mal versuchen. In der Tat ist es so, dass ich hoffe, einen ISM-Betrieb außerhalb von Afu zu realisieren. Ich habe zwar ein Ausbildungsrufzeichen DN3IT, aber korrekte Betriebstechnik in CW ist als Erziehungsziel noch zu anspruchsvoll.

Ich habe die rechtlichen Aspekte noch nicht gecheckt, nur folgendes in Erfahrung gebracht:

- vom Duty Cycle her sollte CW kein Problem sein, da gibt es dann nur Bandbreiten- bzw. Leistungsbeschränkungen
- fraglich ist die Anwendungskategorie.

Zwei ganz gute Dokumente zu den rechtlichen Aspekten stehen hier:

http://www.ti.com/lit/an/swra048/swra048.pdf
http://emf3.bundesnetzagentur.de/pdf/ISM-BNetzA.pdf

Ich hatte mich als grober Vorcheck daran orientiert, dass es bei Box73 ein ähnliches Gerät gibt:

http://www.box73.de/product_info.php?products_id=3625

Außerdem hatte ich, wenn ich mich richtig erinnere, bei

http://www.flohjagd.de/

bzw. im dazugehörenden Buch

https://books.google.de/books?id=OTTpkU6…epage&q&f=false

gelesen, dass man als Funkamateur ein Gerät selbst finalisieren, auf technische Parameter prüfen und dann für lizenzfreie Nutzung an Laien weitergeben dürfe. So argumentiert der Autor zumindest.

Wenn das kein gangbarer Weg ist, würde ich eventuell nur einen Ton-Generator nehmen und ein CB-Funkgerät oder sonst etwas lizenzfreies nehmen. Die Motivation ist natürlich viel höher, wenn man mit Nachbarskindern "echt" funken kann, selbst bei 3 WPM und ohne ordentliche Betriebstechnik ;-)

73 de Martin, DK3IT

6

Dienstag, 16. Mai 2017, 17:58

Moin,

70cm ISM und ausserhalb Afu - das geht was nicht. Entweder es ist ISM - mit klar definierten Sendeausgangsleistungen und Sendedauern. Ich erinnere mich an den Startthread mit rechtlichen Diskussionen zum aktuellen Feldstärkemessgerät http://www.qrpforum.de/index.php?page=Thread&threadID=9777 und den Beitrag http://www.qrpforum.de/index.php?page=Th…76318#post76318 sowie folgende mit Quellenangaben.

Das TX-Modul, was der FA vertreibt, wird ja auch im genannten Meßgerät verbaut. Das Modul macht 40 mW und im Handbuch vom neuen Messgerät steht <10mW Leistung im ISM-Betrieb. Also wird da schon was unternommen worden sein, damit es gesetzeskonform ist, denn mit dem Messteil wird ja kein AFU gemacht.

Der TRX aus dem FA - klar, kein Problem. Wenn damit regelrechter AFU-Betrieb gemacht wird, warum nicht? AFU hat ja gegenüber ISM im 70cm Bereich Priorität.

Der von Dir zitierte Fuchsjagdsender und die Behauptungen drumherum - gaaaanz heisses Eisen! Da wäre ich sehr sehr vorsichtig. Wenn ich als Funkamateur etwas HF-Erzeugendes für die Allgemeinheit entwickle, dann agiere ich m.W. wie eine Entwicklungsabteilung einer Firma und habe mir die diversen Prüfungen, Abnahmen und Bescheinigungen zu holen. Aber hier gibt es für den Bereich sicher kompetentere Fachleute als mich.

Zusammengefasst: Wenn Menschen ohne Afu-Genehmigung mit Technik im 70cm ISM-Bereich funken möchten, dürfen sie das nur mit fertigen und zertifizierten Geräten machen. AFU- und Selbstbautechnik hat für diese Personengruppe keine Nutzungsberechtigung.

7

Dienstag, 16. Mai 2017, 19:44

Hallo Freunde,

die Ausführungen von Michael lasse ich mal so stehen, weil im schlimsten Fall eine Richter noch seine eigenen dazu fügen würde, und auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand.

Anderer Ansatz: PMR Funkgeräte haben eine Mic/Lautsprecherbuchse kosten das Paar ab 20,-Euro und können diverse Modi auch Vox. Das hat mit Amafu nichts zu tun, Betriebstechnik ist nicht vorgeschrieben und 500mW geben auch sichere Verbindungen in die örtlichen Kinderzimmer. Wenn die Kids merken das da auch Sprechfunk geht stellt sich die Frage der bevorzugten Betriebsart.

73 de uwe df7bl
Uwe df7bl

Wenn Du meinst etwas geht nicht, dann störe nicht die, die es gerade machen.

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8

Dienstag, 16. Mai 2017, 21:00

Hallo zusammen,
zwei dieser Geräte
http://www.box73.de/product_info.php?products_id=3625

hat ein OM aus meinem OV in Nutzung. Die Reichweite ist recht begrenzt, aber vom "einen Ende des Tisches bis zum anderen" klappt das wunderbar. Sie arbeiten im ISM-Band und sind daher von jedermann zu betreiben.

Wir nutzen diese Geräte dieses Jahr auf unserem Stadtfest, um Interessenten und Kinder "Funk" zu ermöglichen.

Gruß Stefan
Gruß Stefan



Amateurfunk ist die teuerste Art der kostenlosen Kommunikation!

9

Dienstag, 16. Mai 2017, 21:20

Moin,
Funkamateur etwas HF-Erzeugendes für die Allgemeinheit entwickle, dann agiere ich m.W. wie eine Entwicklungsabteilung einer Firma und habe mir die diversen Prüfungen, Abnahmen und Bescheinigungen zu holen. Aber hier gibt es für den Bereich sicher kompetentere Fachleute als mich.

Und welche Pruefungen, Abnahmen und Bescheinigungen sollen das sein?

Diesen ganzen Kram gibt es doch schon seit vielen, vielen Jahren nicht mehr. Als Hersteller entwickle ich ein Geraet, pruefe das, ob es die Normen (EN3xx xxx usw.) einhaelt, klebe mein CE Zeichen vom Bogen von Conrad drauf, bestaetige als Inverkehrbringer, dass das Geraet die Normen einhaelt, packe einen Wisch dazu und das war es dann. Einzig bei der Abgabe muss man aufpassen, wenn das gewerblich laeuft. Dann eben zum Amt und fuer 20 oder 30 Euronen einen Gewerbeschein holen.

Nichts mehr mit irgendwelchen Abnahmen, Bescheinigungen, Stempel einer Behoerde oder so, das ist alles Vergangenheit. Nur in ganz bestimmten Bereichen ist fuer den Nachweis der Konformitaet eine zertifizierte Stelle erforderlich.

Frueher drohte als "Schwarzsender" auch noch Knast, heute ist das nur eine Ordnungswidrigkeit.

Und frueher war auch mehr Lametta ;-)

73, Tom
DARC OV I18 |DL-QRP-AG #1186|G-QRP #14624|FISTS #15933|SKCC #13896|ARRL https://twitter.com/DL7BJ

10

Mittwoch, 17. Mai 2017, 13:56

Nichts mehr mit irgendwelchen Abnahmen, Bescheinigungen, Stempel einer Behoerde oder so,
Wenn jetzt alles erlaubt ist - dann 'raus mit der HF. 8) Und was das Lametta betrifft > http://www.sueddeutsche.de/bayern/christ…metta-1.2785263 Aus die Maus. Gleich dazu die klassischen Versuche mit dem echten Zeug. ;(

11

Mittwoch, 17. Mai 2017, 15:29

Danke, Status

Hallo allerseits,
also, ich werde wohl doch in die Richtung Tongenerator+Keyer+PMR-Funkgerät gehen. Dann kann auch mal ein Elmer mit Sprache helfen, man bekommt eine ordentliche Reichweite und hat keine Probleme mit der BNetzA.

Martin

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12

Mittwoch, 17. Mai 2017, 22:01

Hallo Martin,

ich Denke mal das es kein Fehler ist und viele PMR´chen haben auch gleich noch einen "Keyer"
on Board. Davon ab sind 500 mW schonmal für mehr Reichweite gut als es < 10 mW wären ...

Hatte an meinem alten QTH schon des öfteren mit den Kiddies aus der Nachbarschaft was
angeleiert. Zwar nur Sprechfunk und kein CW abba jeeht ooch ohne Kloppa ... Die Idee
zählt ..
73´s Jürgen , Red Pitaya SDR 5 wtts, 20 m indoor Drahtschleife m. HL gespeist ...Member Log4OM Betatest Team