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Mittwoch, 15. Juli 2015, 18:32

Bipolare C's falsch herum einbauen?

Moin,

sicher, das geht. Ich kenne die Theorie, die zu Anfang erklärt wird, noch aus meiner Lehre. Somit ist das für die Älteren unter uns sicher kein Neuland. Und auch heute bin ich (meistens, hi) darauf bedacht, diese "Bolschen" richtigherum einzubauen. Okay, der Film ist etwas länger, weil er noch ein externes Testgerät aufbaut. Aber die Theorie am Anfang ist schon inteessant. Und auch ohne den Zusatz lassen sich so C's prima einsortieren, wenn ein Oszilloskop daheim steht.

https://www.youtube.com/watch?v=BnR_DLd1PDI

Merke: Nicht nur Elko's kann man falsch herum einbauen.
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2

Mittwoch, 15. Juli 2015, 20:53

Hallo Michael,

ein so uraltes C wie in dem Film würde ich nicht einbauen, sondern sofort in den Müll schmeißen. Moderne Cs weisen praktisch kaum mehr den äußeren Metallbelag aus, der als Schirm wirken könnte und wenn dann nur ältere Folien-Cs. Sowohl in der HF- als auch NF-Technik halte ich dieses Thema heute für überholt. Ein niedriges ESR ist sehr viel wichtiger. Lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen....

73, Uli, DK4SX

3

Donnerstag, 16. Juli 2015, 10:17

Hallo Uli,

den Beispielkondensator, den er zu Anfang zeigt, wird er aus bekannten Gründen nicht einbauen. Was er im Film auch sagt. Der alte Kondensator dort zu Anfang ist ein gutes Beispiel, weil er zum einen den Aussenbelag per Strich anzeigt und zum anderen diese Angabe als Text zu finden ist. Das habe ich auch noch nicht gesehen. Ich kenne aus meiner Lehre im ausklingenden Zeitalter von Röhren in der Lustelektronik die Bedeutung der Markierung.

Was für mich allerdings neu war, ist, dass bei den neueren C's der schwarze Strich eben nicht mehr den Aussenbelag kennzeichnet. Ich ging davon aus, dass das der Fall ist und habe es nie überprüft. Insofern war dieser Beitrag durchaus lehrreich für mich. Ich werde das Gerät nicht bauen, aber die Methode zur Findung des Aussenbelages ist schon im Gehirn verankert.

Im Zeitalter von SMT und dem modernen Entwicklern ist das eh obsolet bzw. gibt es ganz andere EMV-Probleme. Ich befasse mich durchaus noch mit alter Technik und dort gibt es schon den einen oder anderen Fall, wo die richtige Montage vielleicht Effekte verhindern kann, auf die man so nicht kommt. Das eine oder andere Radiogerät habe ich schon wieder in Gang gebracht und daheim liegen noch ein paar gute ! Folienkondensatoren etx.

ESR ist natürlich ein Thema und ich hätte zu gerne den Wert des alten C's gewusst. ;) Wir haben im Verein einen umfangreichen Komponententester gebaut, der auch ESR misst. Ein feines Gerät, dass ich nicht mehr missen möchte.
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4

Donnerstag, 16. Juli 2015, 13:11

Hallo Michael,

In der HF-Technik spielen Folienkondensatoren eher eine untergeordnete Rolle. Bei Leistungen bis etwa 100 W kann man sie durchaus noch dort verwenden, wo hohe Kapazitäten benötigt werden, z. B. in einem Tiefpass für 160 m und 80 m. Ansonsten findet man solche Cs eigentlich nur noch in Audio-Equipment.

Ich habe in den letzten Jahren auch zwei hochwertige Audio-Stereo-Verstärker gebaut. Von Oldtimern wird immer wieder empfohlen, alte (Öl- ?) Kondensatoren aus Gütegründen als Koppel- oder Abblock-Cs einzusetzen. Das wollte ich nie glauben, dass moderne Bauelement da schlechter sein sollen. Doch um sicher zu gehen habe ich den alten HF-Trick angewendet und die Werte der Cs an besagten Stellen halbiert und zwei davon parallel geschaltet. Dadurch halbiert sich der ohmsche Verlust und die Zuleitungs- und Wickelinduktivität, die Güte steigt und auch die Grenzfrequenz. Habe bei den Messungen der fertig gestellten Geräte dann nie einen negativen Einfluss der Cs feststellen können.

Das gilt übrigens auch bei den vielen von mir restaurierten Röhrengeräten für Amateurfunk.

73, Uli, DK4SX

5

Donnerstag, 16. Juli 2015, 14:12

den alten HF-Trick angewendet und die Werte der Cs an besagten Stellen halbiert und zwei davon parallel geschaltet. Dadurch halbiert sich der ohmsche Verlust und die Zuleitungs- und Wickelinduktivität, die Güte steigt und auch die Grenzfrequenz.
Hallo Uli,
das ist ebenfalls eine gute Idee, die ich mir merken werde.
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6

Freitag, 17. Juli 2015, 09:35

Moin ,
Dein Link Michael war wieder interessant und habe es spontan ausprobiert.
2 keramische C und 2C"s im Kunststoffgehäuse . Bei Allen 4 Typen gab es keine Änderung der Amplitude.
Mit Röhren habe ich vor langer Zeit mal einen Detektorempfänger gebaut. Dort wurden ähnlich aussehende Kondensatoren verwendet, wie im Film,
Vy 72 de Bruno, DL7UN

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7

Freitag, 17. Juli 2015, 11:17

Michael,

wenn du Dir die Rubrik "Projekte" auf meiner Webseite www.dk4sx.darc.de anschaust, dann findest Du dort u. a. auch zwei Audioverstärker, die ich vor einigen Jahren gebaut habe. Auf den Platinen kann man eindeutig die Stellen sehen, wo jeweils 2 Cs parallel verbaut sind. In den Schaltungen habe ich es ebenfalls eingezeichnet.

73, Uli, DK4SX

8

Freitag, 17. Juli 2015, 12:17

Moin,

sehr schön zu sehen. Beim großen Verstärker und auch beim "bonzigen". Ich habe eben nicht geschaut, ob die Firmen noch existieren, aber die Beschaffung von passenden Ausgangstrafos für NF-Röhrenverstärker ist bei den üblichen Läden leider nicht möglich. Mein Vorrat aus der Lehrzeit ist verbraucht.
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9

Freitag, 17. Juli 2015, 14:38

Hallo Michael,

Für den "bonzigen" habe ich Trafos von Engel verwendet. Die gibts noch z. B. bei http://www.hsgm.com/hsgm/trafo_d.htm. Auch Hammond Trafos kann man noch z. B. bei Tube Town oder BTB erhalten. Die bereits vergossenen Ausgangstrafos für den großen Verstärker habe ich von Amplimo. Dort gibt es auch die passenden Netztrafos. Sind sehr teuer aber die Eigenschaften dieser Ringkerntrafos sind hervorragend (Grenzfreuenz > 90 kHz!).

73, Uli, DK4SX