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1

Donnerstag, 20. Juni 2013, 11:40

Eingangs-Impedanz Norton-Verstärker

Hallo Leute,

was ist eigentlich die Eingangs-Impedanz des Nortonverstärkers? Vielleicht 50 Ohm? Das würde bedeuten, ich könnte auch eine abgestimmte und an 50 Ohm angepasse Schleife einsetzen. Oder spricht da etwas gegen?

73 Daniel DM3DA
Daniel DM3DA, Düsseldorf JO31jf, DOK R01 +++ Morse-Hörspiele auf http://dm3da.tuxomania.net

2

Donnerstag, 20. Juni 2013, 12:43

Ein Norton Verstärker reicht wegen der transformatorischen Gegenkopplung die Abschlussimpedanz mehr oder weniger durch. Für eine stabile Funktion benötigt er deshalb an Ein- und Ausgang möglichst 50Ohm Abschlussimpedanz. Seine Vorteile sind gute Rauschzahl bei hoher Linearität. Ein Nachteil ist - wie erwähnt - die geringe Isolation zwischen Ein- und Ausgang.

Gegen die Verwendung al s Verstärker für eine auf 50Ohm angepasste Schleife spricht nichts, so lange der Verstärker am Ausgang ebenfalls mit 50 Ohm reell abgeschlossen werden kann.

73, Günter

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3

Donnerstag, 20. Juni 2013, 12:47

Danke! Das ist eine große Hilfe. 73 Daniel DM3DA
Daniel DM3DA, Düsseldorf JO31jf, DOK R01 +++ Morse-Hörspiele auf http://dm3da.tuxomania.net

4

Donnerstag, 20. Juni 2013, 13:07

Einen Vorverstärker mit Norton Verstärker findest du hier: "VV mit S/§E Umschaltung"
73, Günter

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5

Samstag, 22. Juni 2013, 13:30

Hallo Günter,

vielen Dank. Die Datei habe ich mir abgespeichert. Ich baue gerade die Aktiv-Loop-Antenne mit Norton-Verstärker der DL-QRP-AG.

http://www.qrpproject.de/Media/Aktivante…HFTeilVers1.pdf

Dort in der Baumappe habe ich jetzt auch gefunden, dass der Norton-Verstärker einen Eingangswiderstand von 50 Ohm hat. Das steht etwas versteckt in der Einleitung.

Anders als in der Baumappe beschrieben möchte ich keine breitbandige Schleife für alle Bänder bauen, sondern nur für das 80m-Band. Wenn es irgendwie geht, dann möchte ich nicht abstimmen müssen. Die Schleife soll 2 m Durchmesser haben (ca. 6.3 m Umfang).

Ich muss die Schleife also bei 3.65 MHz in Resonanz bringen und dabei sicher stellen, dass die Güte nicht zu groß wird. Sonst ist die Bandbreite zu klein für das 80m-Band.
Wenn jemand entsprechende Erfahrung hat, würde ich mich über Hinweise freuen.

73 Daniel DM3DA
Daniel DM3DA, Düsseldorf JO31jf, DOK R01 +++ Morse-Hörspiele auf http://dm3da.tuxomania.net

6

Samstag, 22. Juni 2013, 13:57

@Daniel,

Die DL-QRP Aktivloop ist als elektrisch geschirmte Breitbandloop konzipiert, daher die Erfordernis eines niedrigen Eingangswiderstandes. Als Nachsetzer für eine auf Resonanz abgestimmte Schleife für 3,5 MHz ist ein 50Ohm Norton-Verstärker nicht geeignet, da der Kreis zu sehr bedämpft wird. Um das 80m Band ohne Abstimmung zu abzudecken benötigst du eine Betriebsgüte von 10. Hier würde ich zu einem hochohmigen Verstärker raten, dessen Eingangsimpedanz auf die gewünschte Kreisgüte angepasst wird.
Deine Schleife mit 2m Durchmesser hat eine Induktivität von 8,6 µH, für die Resonanz auf 3,6 MHz sind ist demnach eine Kreiskapazität von 220pF erforderlich. Deine Güte ermittelt sich nach: Q = R x sqrt(C/L)

73, Günter

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »DL4ZAO« (22. Juni 2013, 18:20)


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7

Dienstag, 20. August 2013, 16:56

Hallo Günter,

danke für Deine Hinweise. Wenn ich das richtig verstehe, meinst Du einen Verstärker wie in der angehängten Abbildung (aus der Baumappe vom QRP-Project: http://www.qrpproject.de/Media/Aktivante…eRXAntennen.pdf)? Statt des 1M-Ohm Widerstandes am Gate des FETs also ein entsprechend kleineren Widerstand nehmen?

Wie hast Du eigentlich die Induktivität der Schleife errechnet?

73 Daniel DM3DA
»DM3DA« hat folgendes Bild angehängt:
  • FET-Speisung.jpg
Daniel DM3DA, Düsseldorf JO31jf, DOK R01 +++ Morse-Hörspiele auf http://dm3da.tuxomania.net

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DM3DA« (21. August 2013, 10:31)


8

Mittwoch, 21. August 2013, 09:05

Hallo Daniel,

Ja mit solch einem Impedanzwandler kannst du eine mit einem C abgestimmte Schleife, die ja einen Parallelschwingkreis darstellt, hochohmig auskoppeln. Du kannst mit dem Gate Widerstand den Kreis so belasten, dass du die gewünschte Betriebs-Güte deiner abgestimmten Schleife erhältst.

Die Induktivität L ( in µH) einer Drahtschleife mit einer Windung, einem Durchmesser D in mm und einem Drahtduchmesser d in mm errechnet sich nach:
L = 0,0002 Pi * D ( LN (8*D/d) - 2 )

Bequemer gehts mit dem Mini Ringkernrechner, in dem man einfach eine Luftspule mit dem Durchmesser D berechnet.

73, Günter

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9

Mittwoch, 21. August 2013, 10:35

Hallo Günter,

danke für Deine Hinweise. Ich habe endlich Vernunft angenommen und werde die Schleife erst einmal nicht abstimmen, sondern genauso einsetzen, wie in der Baumappe beschrieben. Nur dass ich die Schleife aus RG-11 mit 75 Ohm Impedanz gebaut habe. Mal sehen, wie die Schleife funktioniert.

73 Daniel DM3DA
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10

Mittwoch, 21. August 2013, 10:51

Nachtrag:

Das RG-11 Kabel hat eine Kapazität von 67 pF/m. Macht 422 pF bei 6,3 m. Mit L = 8.6 uH (s.o.) ist die Resonanz der Schleife also 2,64 MHz. Etwa in der Mitte zwischen dem 160m Band und dem 80m Band.

73 Daniel DM3DA
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11

Mittwoch, 21. August 2013, 11:36

Mir ist nicht ganz klar was du da genau mit dem Koax vorhast?

Die active Loop nach der Baumappe aus dem QRP Shop ist eine abgeschirmte Breitbandloop, die als "wideband small magnetic loop" als Magnetfeldsonde aperiodisch arbeitet. Der Frequenzbereich wird nach unten vom Loopumfang (Der Schleifeninduktivität) und von der Eingangsimpedanz des Verstärkers bestimmt. Je niedriger der Eingangswiderstand und je größer der Schleifendurchmesser, desto tiefer liegt die untere Grenzfrequenz. Die abegebenen Ströme sind klein, daher ist ein rauscharmen Verstärker mit niedriger Eingangsimpedanz erforderlich. Der Außenleiter des Koaxkabels dient zur Abschirmung des elektrischen Feldes und muss deshalb unterbrochen sein, damit er nicht als Kurzschlusswindung wirkt.

Anders verhält es sich mit einer abgestimmten Schleifenantenne. Hier ist parallel zur Schleifeninduktivität ein Kondensator (Drehkondensator) geschaltet und sie wirkt als selektiver Parallelkreis. Ein Parallelkreis ist hochohmig und erfordert zur Ankopplung einen Verstärker mit hoher Eingangsimpedanz, damit je nach gewünschter Selektion die Kreisgüte nicht bedämpft wird.

Wenn du dich mit der Theorie der Empfangsloop etwas auseinandersetzen willst stöbere doch auf den Seiten von Chavdar Levkov, LZ1AQ oder hier bei VK1OD

73, Günter

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »DL4ZAO« (21. August 2013, 14:18)


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12

Sonntag, 22. September 2013, 13:57

Hallo Leute,


ich habe die Antenne mit 6,2m RG11 Kabel gebaut. Das Kabel hat 75 Ohm. Die Schleife habe ich auf dem Dach eines sechstöckigen Hochhauses aufgehängt und mit einem abgestimmte Dipol für 80 m verglichen. Der Dipol hing etwa in der selben Höhe. Der Test war heute Mittag, also eigentlich kein guter Zeitpunkt für Messungen auf 80 m: Kaum QRN, kein QRM.

Diese Schleifenantenne mit dem Norton-VV hat mich begeistert. Die Signalstärke und Lesbarkeit (SSB) war durchaus mit dem Dipol zu vergleichen. Mal war eine Station auf dem Dipol lauter, mal auf der Schleife. Eine Station war so laut, dass sie sogar mit ausgeschaltetem Vorverstärker gut verständlich war. Dann war sie allerdings nicht mehr S9+, sondern nur noch S1.

Die Schleife war nur provisorisch aufgebaut: mit 8 Fiberglasstäben, die je 2m lang waren (gab's im Drachenladen). Isolierband als Befestigungsmaterial.

Als Fernspeiseweiche habe ich ein T-Bias von MFJ eingesetzt, das ich mit einer 10,2 V-Suppressordiode ausgestattet habe. Ein lineares Netzteil für 9 V lieferte den Strom. Eine Umschaltbox brauche ich nicht, denn mein Funkgerät hat einen Anschluss für eine Empfangsantenne.,

Vielen Dank für die Entwicklung. Diese Antenne ist wirklich klasse.

73 Daniel DM3DA

PS: Wenn ich die Antenne noch einmal aufbaue, werde ich Fotos machen. Und wenn ich sie abends ausprobiert habe, werde ich berichten.
Daniel DM3DA, Düsseldorf JO31jf, DOK R01 +++ Morse-Hörspiele auf http://dm3da.tuxomania.net

13

Sonntag, 22. September 2013, 19:12

Hallo Günter

Das Modell von VK1OD ist für mich nur teilweise nachvollziehbar.

Aber es scheint rumindest, dass die Impedanzen "Zloop" sowie die "Anpassung" durch ein C frequenzabhäbgig sein müssen, sodass der Frequenzgang der Loop stark frequenzabhängig wird - sein Modell läuft wahrscheinlich auf eine auf 7 MHz abgestimmte Loop hinaus; die den Vorteil besitzt, elektrisch abgeschirmt zu sein.

Das Zitat von KIng ist mir neu und widerspricht der sonstigen Literatur - weisst Du Näheres dazu?

73 de Andreas