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Montag, 26. November 2007, 23:31

Uwe,

ich habe keine Ahnung!

Gehört habe ich schon, daß in dem besagten Bohämmer-Verein hier - ich war noch nie bei einer Blasrohrveranstaltung - Kinder mit Kugeln blasen, die auf einer Zielscheibe einen Farbfleck hinterlassen.

Es scheint aber auch mit schwereren Kugeln zu gehen. Habe gerade im Internet gelesen, daß da welche (verbotenerweise) mit Stahlkugeln gejagt haben und damit Tiere erschossen haben - jedenfalls mit Blasrohren.

So eine Stahlkugel würde nach meinem Gefühl auch eine Angelschnur ziehen. Wenn nicht, vielleicht gings beim erstenmal mit einem Zwirnsfaden. Wäre ja egal, wenn man damit weit und hoch kommt - sprich über einen Baum.

Es müßte halt alles ausprobiert werden!

Vielleicht auch wichtig: Es gibt Mundstücke, die verhindern, daß das ´Blasgut` beim Luftholen in den Mund gezogen wird - wäre ja wirklich fatal!

P.S.: Im Internet sind auch zerlegbare Blasrohre abgebildet. Das wäre ja was zum Mitnehmen!
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Dienstag, 27. November 2007, 03:48

Theoretisch, rein theoretisch....

hätte ich eine Lösung, wie die Kugel aus dem Blasrohr einen Bindfaden hoch in den Baum transportieren könnte:

Man stülpt ein Kondom über das Blasrohrende, die Kugel schießt ins Reservoir und zieht den Faden, der am festen Rand fixiert ist nach oben (vorausgesetzt man hat einen kräftigen Schuß - besser einen langgezogenen Atemstoß), hi.

Eine weitere Verbesserung (Steigerung!) wäre - rein theoretisch - man befestigt am Kondomrand eine Öse, durch die man einen Faden (Angelschnur?) geführt hat. Also man schießt einen doppelten Faden hoch.

Das Kondom verdeddert sich hoffentlich im Baum, damit man in aller Ruhe einen festeren Faden (Maurerschnur?) durch die Öse nachziehen kann, die dann einen Antennendraht bewältigt.

P.S.: Mir ist schon klar, daß sich jede Art Schnur in die Baumrinde klemmen kann, usw. - wer hat das noch nicht erlebt, aber das kann bei allen Verfahren passieren.

Ich füge noch eine späte Mitternachts-Skizze bei!

piep piep
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Donnerstag, 29. November 2007, 19:03

Ein Kondom ist ungeeignet.... !!!

Besser ein kleines stabiles Netz, weil beim Schuß die vorauseilende Blasrohrluft durch das Netz entweichen kann, bis dann das Projektil im Säckchen landet und den vorgegebenen Weg einschlägt, sprich seine Arbeit verrichtet.

(Ich denke an die kleinen grünen/ stabilen Netze, in denen allerhand "Kleinkram" verpackt ist, wie z.B. Murmeln usw...)

Macht denn noch einer von Euch Blasrohrversuche im Sinne des Antennentransports in oder über einen Baum? Wäre schön, wenn er hier berichten würde!

piep piep
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Sonntag, 9. Dezember 2007, 18:43

Meine bisherigen Versuchsvorbereitungen:

1. Grüne Netzsäckchen, wie ich sie mir vorstellte, habe ich bisher nicht gefunden. Man müßte schon leere "Meisenknödel"-Säckchen sammeln, das dauert mir aber zu lange.

2. Ich habe mir ´Hochelastischen Netzschlauchverband" (tq fix - 4m) besorgt, wie man ihn unten abgebildet sehen kann. Man kann ein Stück abschneiden, vorne zubinden und mit einem Tropfen Sekundenkleber die Bindung fixieren.

3. Als Rohr habe ich ALU (Außendurchmesser 25mm, Innendurchmesser 21mm) gefunden. Werde mir mit einem Rohrschneider ein passendes Stück abschneiden.

4. Meine Atemluft wird für diesen Innendurchmesser nicht ganz ausreichen (siehe auch oben in der Blasrohrzusammenstellung). Ich habe sowieso daran gedacht, den Blasvorgang mit einer Abflußreiniger-Pumpe durchzuführen - die gibt es ja bis 4 bar. Das Rohr kann dann auch entsprechend kuz ausfallen. Diesen Vorgang werde ich aber hier nicht näher beschreiben - Gründe sind weiter oben genannt!

5. Ich habe im Bastelgeschäft Holzkugeln gefunden, die mit einem Durchmesser von 20mm genau in das o.g. Rohr passen. Um auch den 1mm Luftspalt um die Kugel zu schließen, plane ich die Kugel mit einem kleinen Wattebauschpolster durchs Rohr zu schießen.

Vielleicht habt ihr noch Planungsverbesserungen, vielleicht macht doch noch jemand mit und meldet seine Versuchsergebnisse hier im Thread.

Könnte das so klappen wie geplant, ist das sinnvoll usw usw ???

Anbei noch ein paar kleine Fotos!

piep piep!
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Sonntag, 9. Dezember 2007, 20:44

Hallo,

bei Outdoor-Aktivitäten habe ich immer eine Plastikflasche dabei (bei Totalverlust sind höchsten 25 Cent Pfand einzukalkulieren). Mit Angelschnur dran und etwas Wasser drin, kreisen lassen, und im richtigen Moment loslassen, kann man damit 10-12m hohe Bäume überwinden. An der Angelschnur kann dann der Antennendraht hochgezogen werden.

vy 73 Peter DF2FM

66

Donnerstag, 20. Dezember 2007, 19:50

Test erfolgreich!
==========

Die 4g schwere Holzkugel zieht die ca. 30g schwere Schnur (Polypropylen 1,70mm x 50m) auf/über einen hohen (höher als 10m!) Baum. Größere Höhe => leichtere Schnur!?

Die 20mm Holzkugel (Durchm.20mm) ist "von zuhause aus" schon durchbohrt, man kann also die "Transportschnur" leicht einfädeln und hinter der Kugel verknoten (siehe Foto!).

Das Testrohr hat eine Länge von 40cm (mit Anschlußstück ca. 50cm), einen Innendurchmesser von 21mm, einen Außendurchmesser von 25mm.

Der Blasdruck meiner "Rohrfreipistole" (siehe Link) lag bei max 4 atü.


P.S.: Ein Säckchen, wie weiter oben beschrieben, eignet sich nicht - es wird durchschlagen und/oder der Luftdruck löst es vor der Kugel vom Rohr!

piep piep
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Hobbys: /P, QRP, SSB & CW, HF & VHF, 250W HF Linear

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67

Sonntag, 30. Dezember 2007, 17:54

RE: Wie kommt der Antennendraht über den Baum?

Hallo Dieter DL2BQD, hallo Peter DF2FM,

Danke fuer die Tips! Eine sandgefuellte Socke ueber den Baum schleudern funktioniert prima. Damit konnte ich meine Antenne 3 m hoeher haengen als zuvor. Ab jetzt gehoert eine Socke zu meiner Portabel-Ausruestung ;-)

73 es hny Daniel M0ERA
Daniel, M0ERA, Oxted, Surrey, UK

68

Sonntag, 30. Dezember 2007, 18:19

RE: wie der Antennendraht über'n Baum kommt

Hallo,

also ich kann die Zwille, die DM4EA hier als Bild hochgeladen hat nur empfehlen ! Wir fahren mit ein paar Leuten aus unserem OV jedes Jahr für eine Woche nach LX zum Funken. Wir hatten die letzten Jahre immer wieder Probleme die Antennen für die Lowbands auf ausreichende Höhe zu bringen. Nicht so in diesem Jahr ! Ich habe für den OV eine solche Schleuder bei W*M* gekauft. Zugegeben, nicht gerade billig ! Aber die ist absolut jeden Cent wert ! Selbst Bäume mit ca. 25m Höhe waren kein Problem !! Das Angelgewicht ist immer ganz oben drüber geflogen !! So viel Spass wie in diesem Jahr hatten wir noch nie auf den Lowbands :-)

Einen guten Start ins neue Jahr !

73 Achim DK1WV

69

Sonntag, 12. Juli 2009, 19:22

Habe gerade eine neue ´Möglichkeit` entdeckt, aber noch nicht ausprobiert.
Sieht ungefährlich aus und verspricht Erfolg.....?

40m möglich!?

(Ich denke, das ist keine Webung, weil einmalig und zweckentfremdet... oder?)

piep ...
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Mittwoch, 15. September 2010, 13:16

low-cost Lösung

Zum kürzlichen OV-fieldday musste ich improvisieren, denn für Bestellung und Versand hätte die Zeit nicht gereicht:
Schleuder aus einem Regenrohr-Wandhalter 100 mm mit Nagelbefestigung und 2 Stück Thera-Latexband je 20 cm blau (Reste eines gerissenen Bandes aus dem Fitnessbereich) zusammengesetzt. Als Griff ein Rundholz axial durchbohrt und den Nagel des Wandhalters eingeklopft - hurra, das Holz ist nicht geplatzt! Schleudertasche aus dem Leder eines Werbegeschenk-Führerscheinmäppchens. Ein genialer Knoten dazu ist hier zu sehen (Ton kann abgeschaltet werden hi). Als Gewicht ein 7 cm langes Stück Stangenlot (etwa 45 gramm) mit dreieckigem Querschnitt, wie es die Flaschner zum Löten benutzen, abgeschnitten, an einem Ende durchbohrt, dann etwa 2/3 umgebogen und im Schraubstock zusammengedrückt, so dass eine Art Tropfenform entsteht. Durch das Loch einen Kupferdraht geführt und zur Öse verknotet zum Befestigen einer Angelschnur. Mit einem Stückchen roten Schrumpfschlauch überzogen zum besseren Wiederfinden im Gras.
Als Angelschnur monofile 0,40 mm Dorsch- und Kabeljauschnur gekauft, die gelbe Farbe ist sehr hilfreich! 240m für 5.- €. Vor dem Schuss ausreichend Schnur abgewickelt, nicht abgerollt, und in großen Bögen auf einer Plane ausgelegt.
Das Gewicht ist einigermassen stromlinienförmig und schwer genug, um durch das Geäst wieder herunterzufallen. Die Angelschnur gleitet durch ihre glatte Oberfläche hervorragend durch den Baum.
Zum Wiederaufwickeln benutzten wir einen alten Spulenkörper mit 11 cm Durchmesser mit seitlich angebrachten Griffen, so ließ sich bequem die Leine wieder einholen und dabei gleichzeitig die Maurerschnur (Lotschnur 1,7 mm rot aus dem Baumarkt) über den Baum ziehen, an der dann letzlich der Dipol hochgezogen wurde. Die Angelschnur wurde dann noch 3 mal verwendet und ist immer noch unversehrt. Sie neigt auch gar nicht zum Verheddern.
Für das nächste Mal werde ich die Schleudergummis auf jeder Seite doppelt nehmen und das Gewicht etwas erhöhen, weiterhin für die Schnur eine Angelrolle anschaffen, so dass man sie nicht auszulegen braucht. Das recht schwere Gewicht fliegt relativ langsam und kann, wie bereits getestet, problemlos die Schnur von einer Angelrolle abwickeln, ohne nennenswert gebremst zu werden.

73s de Wolfgang

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71

Mittwoch, 15. September 2010, 20:51

Der gezeigte Knoten ist ein Würgeknoten

Der Würgeknoten wird meistens benutzt um Säcke zu zubinden. Er hat den Vorteil das man ihn wenn er "fertig" ist problemlos nachziehen kann. Man kann ihn auf verschiedene Arten binden. Im Video wird gezeigt wie er gelegt wird. Es gibt noch andere Möglichkeiten ihn zu binden. Anleitungen finden sich im Netz oder im Klassiker Ashleys Buch der Knoten.

73 de uwe df7bl
Uwe df7bl

Wenn Du meinst etwas geht nicht, dann störe nicht die, die es gerade machen.

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Montag, 30. April 2012, 13:53

Um die Angelsehne vor dem "Schuß" nicht immer auf einer Folie auslegen zu müssen, habe ich sie auf eine 0,5 l Plastik-Milchgetränkflasche mit abgelöstem Etikett aufgewickelt. Die beiden zirkulären Kabelbinder halten als Zunge das abgeschnittene Ende eines Kabelbinders, glatte Seite zur Schnur. Diese liegt nur ganz leicht an der Flaschenoberfläche an und verhindert das spontane Herabspringen der Angelsehne. Der sich abwickelnden Angelschnur hingegen - die Windungen springen sozusagen über die Flanke heraus - bietet dieses Zünglein so gut wie keinen Widerstand. An der extrem glatte Oberfläche hat sich noch nie etwas verhakt oder verheddert.
Die Flasche kann man mit ein paar eingefüllten Steinchen zusätzlich beschweren und dann so vor sich aufstellen, dass ihre Längsachse ungefähr in Schußrichtung zeigt.
Zum wieder Aufwickeln zieht man die Zunge ein Stück nach hinten weg und wickelt mit der rechten Hand die Angelschnur wieder auf, sozusagen über die Flanke, das freie Ende wird unter dem Kabelbinder durchgezogen und unter den Schraubdeckel eingeklemmt.
Die Flasche dient gleichzeitig als Transportbehälter für spitze Teile wie Schraubendreher und kleine Erdnägel.
Wenn man eine neue Angelschnur erstmals aufwickelt, muss das Etikett der Spule zum Wickelkörper hin zeigen, damit sich der Drall aufhebt.
73 de Wolfgang
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