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Beiträge: 262

Hobbys: Meßtechnik, Gerätekonstruktion

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1

Freitag, 14. Oktober 2005, 21:00

Bandbreite eines CW Signals

Hallo A1A Freunde,

ein befreundeter OM (Heiko, DG1BHA) hat eine (QRP) Bake für 10 GHz gebaut und will sie nun offiziell bei der Bundesnetzagentur anmelden. In dem Formular dazu ist ein Feld für die benötigte Bandbreite auszufüllen. Was müßte denn dort angegeben werden, wenn die Bake mit etwa 40 BpM in CW getastet wird? Ein CW Signal ist ja theoretisch unendlich schmal, vom Seitenbandrauschen einmal abgesehen. Bitte keine zu theoretischen Betrachtungen machen, eine "behördensichere" Angabe eines Wertes, falls da überhaupt einer anzugeben ist, würde ihm sicher sehr weiterhelfen

Danke für zweckdienliche Hinweise ;)

73 de Dietmar, DL2BZE aus Schwedt

2

Samstag, 15. Oktober 2005, 09:43

RE: Bandbreite eines CW Signals

Moin Dietmar,

hier solltest Du fündig werden:

Berechnung der Bandbreite eines CW-Signals

Die minimale Bandbreite entspricht dann 6,7Hz bei 40BpM (8WpM).
Mit einem Eintrag von 10 Hz bist Du auf der sicheren Seite - wenn die Bake wirklich "sauber" tastet.
73,
Torsten, DL8KFO

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »DL8KFO« (15. Oktober 2005, 09:46)


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Beiträge: 262

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3

Sonntag, 16. Oktober 2005, 19:21

Hallo Ha-Jo und Torsten,

danke für Eure Antworten. Leider bin ich mir nicht sicher, ob die Abfrage sich nun auf die tatsächliche Modulationsbandbreite (insofern hilft dann die von Ha-Jo vorgeschlagene Messung, oder der Link vom Torsten). Eine Messung kann der OM mit seinen Mitteln leider nicht machen ;(

Aus der Sicht eines Frequenzkoordinators bei der Behörde oder den sogenannten "Bedarfsträgern" könnte aber auch der maximal von dieser Funkstelle (nämlich der Bake) belegte Frequenzbereich interessieren. Dazu könnte man neben den Rauschseitenbändern, eventuellem Jittern usw. auch die (ungewollte) Frequenzdrift und eventuelle FM-Anteile zählen. Somit müsste aus Frequenzbelegungssicht eine Angabe von beispielsweise kleiner 1 kHz als praktikabel gelten.
Der OM hat telefonisch von der Behörde die Antwort bekommen, das Feld offen zu lassen 8)
Mal sehen, ob der Antrag zurück kommt...

73 de Dietmar, DL2BZE

Beiträge: 647

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4

Montag, 17. Oktober 2005, 09:12

RE: Bandbreite eines CW Signals

Zitat

Original von DL2BZE
Hallo A1A Freunde,

ein befreundeter OM (Heiko, DG1BHA) hat eine (QRP) Bake für 10 GHz gebaut und will sie nun offiziell bei der Bundesnetzagentur anmelden. In dem Formular dazu ist ein Feld für die benötigte Bandbreite auszufüllen. Was müßte denn dort angegeben werden, wenn die Bake mit etwa 40 BpM in CW getastet wird? Ein CW Signal ist ja theoretisch unendlich schmal, vom Seitenbandrauschen einmal abgesehen. Bitte keine zu theoretischen Betrachtungen machen, eine "behördensichere" Angabe eines Wertes, falls da überhaupt einer anzugeben ist, würde ihm sicher sehr weiterhelfen

Danke für zweckdienliche Hinweise ;)

73 de Dietmar, DL2BZE aus Schwedt

Hallo,

ein getastetes CW-Signal ist ein quasi zwischen maximaler Amplitude und null moduliertes AM-Signal. Das hat ausgeprägte Seitenbänder, die von der Art der Tastung abhängen und am schmalsten bei korrekter (Cos2-Funktion) Weichtastung sind; das Signal ist also keineswegs unendlich schmal. Eine Angabe sollte etwa soundsoviel Hertz bei -40 dBc oder -60 dBc lauten. Das kann nur bei getastetem Träger mit einem guten Spektrumanalyzer gemessen werden.

73 Uli, DK4SX
DL0AQB - Transfer Listserver <> Forum

5

Freitag, 23. Dezember 2005, 23:20

RE: Bandbreite eines CW Signals

Zitat

Das kann nur ... mit einem guten Spektrumanalyzer gemessen werden.


Ooooch Uli!

Sei nicht so pessimistisch! Das geht auch einfacher.

Bei CW und allgemein AM gilt. Sag mir, wie die Hüllkurve aussieht, und ich sage dir, wie groß die Bandbreite ist.

Mit anderen Worten: Die Bandbreite eines 40 BpM CW-Signals bei soundsoviel Gigaherz ist um keinen Deut größer oder kleiner als die Bandbreite eines 40 BpM CW-Signals bei irgend einer anderen Frequenz. (Zumindest, wenn man den Oszillator als stabil annehmen kann, was man spätestens im GHz-Bereich durchaus extra dazu sagen muss.)

Das eröffnet alternative Möglichkeiten zur Messung.

Ich setze zum Beispiel das Signal mit einem stinknormalen Empfänger um. Ich höre das CW-Signal bei 1 kHz mitten im NF-Bereich. Die Bandbreite des CW-Signals hat sich dadurch nicht verändert!

Zumindest nicht, solange es noch durch die Filter des Empfängers passt. Wenn der Träger ganz brutal geklickt wird, mag das nicht mehr der Fall sein. Aber bei einem ordentlichen CW-Sender, und (sicherheitshalber) einem Empfänger in der Stellung "SSB", sollte das normalerweise gewährleistet sein. Das Signal ist bei 1 kHz angekommen und hat immer noch dieselbe Bandbreite.

Und bei 1 kHz kann man die Spektrumanalyse bequem mit Soundkarte und Computer bewerkstelligen.

Vy 73 und gesegnetes Weihnachtsfest allerseits!

Andreas